Irlandreise 2019

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Re: Irlandreise 2019

von Sternenstaub » Do 29. Aug 2019, 14:26

Offtopic:
aber doch schon weiter, habe jemandem zum Chiligießen gefunden, so muss ich nicht bei dieser gruseligen Hitze raus

Nach der Zwischenübernachtung in Athlone fuhr uns die Landlady freundlicherweise zum Bahnhof. Wir hätten von dort mit Zug¬Bus oder mit zwei Bussen fahren können, entschieden uns dann für die Busse, weil man da landschaftlich mehr sehen kann. Ziel war Achill Island mit Umsteigen in Westport, wo wir länger Aufenthalt hatten. Von Westport ging der Bus nur einmal am Tag um 18.10 nach Keel auf Achill I, aber wir hatten ja genügend Zeit in Westport. Westport ist ein interessantes Städtchen und so rollerten und trugen wir das Gepäck durch die Straßen und sahen uns um und gingen auch in ein nettes kleines Café. Es sind in den letzten Jahre in Irland viele kleine und wirklich schöne Cafés/Restaurants mit gutem Essen entstanden. Ich dachte so bei mir: Vielleicht wird es ja doch noch ganz nett....

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Etwa 1 1/2 Stunden vor Abfahrt gingen wir zum kleinen Bus-Terminal, bestehend aus einem Parkplatz, einem überdachten Wartebereich, einem Toilettenhäuschen, einem Busplan und an der Straße gegenüber einem Bushalteschild. Dort waren wir auch angekommen und von dort sollte auch der Bus nach Keel fahren und halt auch andere Busse.
Und da lernte ich eine neue Facette kennen: Bei jeder der zahlreichen folgenden Busfahrten nervte Mr T, wo denn der Abfahrtsort sei, dieser ort hier könne doch nicht stimmen und wann der Bus fahren würde (stand alles in den für sie ausgedruckten Planungsunterlagen, die ich in einer schönen grünen Mappe abgeheftet hatte. Und es stimmte immer!) Ich fand ja durchaus teilweise die Nervosität verständlich, bei nur einem Abfahrtstermin am Tag wäre es blöde, wenn man das verpasst. .
Am Busplan beim Toilettenhäuschen stand der der Bus nach Keel angeschlagen, er ist eine Verlängerung im Sommer einer anderen Linie.
So weit so klar, ich fragte aber zur Beruhigung meiner Mitreisenden zwei Busfahrer, die in andere Richtungen fuhren, ob von hier tatsächlich der Bus nach Keel fahren würde. Aber ja doch,es gäbe nur diese Bushalte, aber wann der genau da sein würde, weil der direkt von Achill käme und dorthin zurück fahren würde, könne man nicht wirklich sagen. Also ok, dann ist halt Warten angesagt. Eine halbe Stunde früher gingen wir dann direkt zum Schild und ich setzte mich auf das Mäuerchen dort und unterhielt mich weiter mit einer Frau, mit der ich schon beim Wartebereich geplauscht hatte.


und ich war heilfroh, als wir vom Busfahrer freundlicherweise fast bis vor die Tür des B&B gefahren wurden, er ist extra einen Umweg gefahren. Ich habe mir erstmal eine halbe Stunde Ruhe auf meinem Zimmer ausbedungen und dann versucht zu klären, wo wir an dem Tag ein Abendessen bekommen könnten. Ich wusste ja, dass der Ort mehrere Restaurants hat, aber es war schon ein bisschen zu laufen, bis wir dort angekommen wären. Die Landlady fuhr uns dann freundlicherweise mit ihrem PKW zu einem Restaurant und bot sogar an, wir sollten anrufen, wenn wir fertig seien und nicht laufen wollten. So weit so gut, sie waren ja in ihrem (kitschig geliebten) Irland, das Essen war gut, aber zurück laufen? Die Entfernung ist locker in etwa 20 Minuten zu überwinden, auch wenn man schleicht, aber Dieter war schon nach 5 Minuten sooo kaputt und befürchtete, dass wir uns mit Sicherheit verlaufen würden... Seufzend rief ich Geraldine an, sie holte uns ab, obwohl sie sicherlich auch gern einfach mal Ruhe gehabt hätte. Am nächsten Tag gingen wir in Richtung Strand, der wirklich wunderschön ist, man kann dort bis in den Ort laufen, immer am Strand und an der Bucht entlang. Sie konnten zu Mittag essen, haben ihre Traumpension für einen längeren zukünftigen Urlaub entdeckt und dann habe ich sie quasi gezwungen, die Strecke zur Pension an einem kleinen Sträßchen zurück zu gehen, ok Angela wollte das auch. Nahe bei der Pension ist ein Pub, in welchen wir noch einkehrten und Dieter verkündete stolz, dass wir heute mindestens 25 km weit gegangen seien. Hääääh? Das waren maximal insgesamt 8-9 km. Aber nein, ich wolle nur seine Leistung nicht anerkennen. Er habe das auf dem gps genau verfolgen können. Wir wären von Keel aus bis an das Ende des Strandes von Keen gelaufen, das wäre eine riesige lange Bucht. Nein, die Bucht von Keen ist eine andere, dazwischen ist noch ein Bergzug, den wir offensichtlich NICHT überquert haben sowie eine zweite Bucht mit einem kleinen Sandstrand und erst ein paar Kilometer sei man dann in Keen. Ich war da nämlich schon mal und bei unserer Geschwindigkeit mit langen Pausen am Strand, was ja ok sei, wäre die Strecke gar nicht machbar gewesen.

Re: Irlandreise 2019

von Sternenstaub » Do 29. Aug 2019, 13:34

hallo Peter,
der begonnene Reisebericht steht in einem Unterforum des laberforums, da sind inzwischen einige Änderungen zu hier drin.
Heute schreibe ich da weiter. ;)
Ich hoffe, bei dir ist alles ok?

Re: Irlandreise 2019

von Peter » Mi 28. Aug 2019, 19:01

:elch:

Ohoh...
ich hätte die beiden höflich verabschiedet und mich alleine auf die Socken gemacht. Sind doch erwachsen oder....?

Irlandreise 2019

von Sternenstaub » Mo 26. Aug 2019, 14:03

Überlege noch immer, ob ich tatsächlich einen Bericht schreibe oder das doch besser lasse. Einerseits war es ein völliges Fiasko, andererseits habe ich liebe Menschen wieder getroffen, viel gelacht, aber auch mörderische Gefühle stiegen in mir auf.
Ich lasse das erstmal so stehen, ein paar Wanderungen beschreibe ich sicherlich, aber ob ich das eher skurile beschreibe, mal gucken.
Sozusagen ein Intro :cool:

Weihnachten 2018 sprachen langjährige Bekannte mich an, ob ich Ihnen nicht eine Reise nach und in Irland organisieren könne. Meine Schilderungen seien u.a. ausschlaggebend für eine Busrundreise mit Hotelübernachtung in 2017 in Irland gewesen. Nach eigenem Bekunden verliebten sie sich unsterblich in die Insel. So kamen sie auf eine glorreiche Idee, ich solle ihnen "mein" Irland zeigen. Ich warnte sie gleich, dass ich eine andere Art des Reisens habe, das wurde als unerheblich abgewehrt und ja, ich solle doch bitte mitkommen, weil sie sich alleine eine solche Reise nicht zutrauen würden. Sie würden sich auch an meinen Reisekosten beteiligen, weil ja die Busreise so exorbitant teuer gewesen sei, da hätten sie doch für weniger Geld lieber ihre ganz persönliche Reiseleiterin. Puuh. Eine Rundreise solle es sein mit wechselnden Orten, zum Beispiele Beara undundund. Aber die Miete eines Autos kam nicht infrage, da Mr T (T steht für traveller) seit 10 Jahren kein Auto mehr und Mrs T niemals einen Führerschein besessen hatte. Ich würde jeoch keineswegs fahren, mein Auto musste vor 17 Jahren verschrottet werden (nein, nein , kein Unfall *gg*) und da fahre ich nicht mit zwei Leuten im Auto auf der linken Straßenseite durch Irland. Nochmal puh. Es ginge doch auch mit dem Bus oder Zug oder was immer es geben würde dort. Ich bat mir Bedenkzeit aus, weil ich nicht gleich ablehnen wollte. Aber natürlich überlegte ich, ob das nicht doch irgendwie zu realisieren sei und als wir uns dann Anfang Januar bearbeiteten mich beide und irgendwie konnte ich nicht Nein sagen. Obwohl das manche sicherlich nicht glauben, bin doch eher gutmütig. Ich arbeitete eine Reiseroute mit Öffis aus, wobei klar war, dass zB auf Beara es schwierig werden würde. Ich stellte die Route dann bei einem Treffen mit Fotos vor und die Freude war groß: ach, wir fahren auch nach Achill und wie schön Clifden ist ja auch dabei undund, Killarnex yund dann nach Beara. Plötzlich merkte ich, dass ich da nicht mehr raus kommen würde, ich hatte mich zuletzt selbst in die Falle gschuppst.

Ich schreibe dir auf jeden Fall dazu noch etwas, letztlich war vieles auch sehr komisch, aber über 3 Wochen diesen Irrsinn auszuhalten, war definitiv nicht leicht.[/quote]

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ehrlich gesagt, war mir bewusst, dass manches schwierig sein könnte, aber mit so viel Konfliktpotential hatte ich nicht gerechnet. Aber man is ja lernfähig ;-)
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tja, wo fange ich an, wo begannen die Konflikte? Seit Beginn der Planungen hatte ich immer wieder angesprochen, dass sie mit möglichst leichtem Gepäck reisen sollten, weil wenn man mit Öffis unterwegs ist, einfach nicht mit Riesenkoffern unterwegs sein kann und B&B schließlich auch keine Aufzüge, dafür aber oft mehrere Etagen besitzen mit teilweise schmalen Treppen, Privathäuser halt. und man könne ja durchaus mal etwas mit der Hand zwischendurch waschen, wichtig wären gute Wanderschuhe, weil sie ja auch manchmal wandern wollten und ein Regenschutz.Jaja, das machen sie schon, das ist doch klar.

Am frühen Morgen des 02.07. trafen wir uns in einer U-Bahn-Station und mich fast gleich der Schlag. Mrs T hatte einen relativ kleinen Rollenkoffer, Mr Ts Rollenkoffer war aber mindestens doppelt so hoch und so breit, so viel Gepäck habe ich damals noch nicht mal ansatzweise mit gehabt, als ich mit meinen Kindern zwei Wochen in Tunesien war. Am Flughafen angekommen, machte uns Mr T mit seiner Nervosität fast verrückt, er wollte sofort zum Abgabeschalter, der natürlich noch nicht besetzt war, weil wir vorsichtshalber recht früh dort waren. Als wir das aber dann später erledigt hatten und in den Wartebereich konnten, hätte ich ihn zum ersten Mal sehr fest treten können. Wenn das boarding beginnt, stellt man sich normalerweise einfach an, es bildet sich eine Schlange. Mrs T und ich reihten uns ein, Mr T war ob der frühen Morgenstunde ja noch SO müde und blieb sitzen, was ja kein Problem an sich war. Vor uns standen einige Leute mit Behinderungen mit Stock etc, mindestens zwei Leute mit geschientem Bein (die waren wohl in Berlin in Urlaub gewesen). Inzwischen standen zwei Leute von airLingus am Ausgang zum Flugzeug hin, aber nur eine Mitarbeiterin kontrollierte im Moment. Als zwei Leute, die offensichtlich etwas fragen wollten, zu dem Mitarbeiter, der noch anderweitig beschäftigt war, gingen und eine Antwort bekamen, eilte Mr T zu ihm hin und wurde dann trotz dem erstaunten Blick des Mitarbeiters gleichzeitig mit den beiden Fragern ins Flugzeug gelassen. Das war schon rücksichtslosestes Vordrängeln. Niemand von den Gehbehinderten hatte so etwas gemacht und die Schlange löste sich dann von vorne (wie das auch sein sollte) in zwei Schlangen auf. Mrs T war richtig sauer, weil er das wohl öfter so macht und er offensichtlich nicht daran denkt, zumindest auf seine Frau Rücksicht zu nehmen. Ganz kritisch fragte er später, wo wir denn geblieben seien, wir hätten uns doch sofort anschließen müssen. Ach ja? fragte ich, hätten wir das müssen? Vielleicht würden wir uns nicht an alten und teilweise offensichtlich kranken Menschen vorbei drängeln?

ich dachte, das kann ja heiter werden. Und es wurde heiter.
Pünktlich landeten wir in Dublin. Geplant war, dass wir mit dem Flughafenbus zur Railway Station Houston fahren, um dort den Zug nach Athlone zu besteigen. Dort sollte unsere erste Übernachtung sein, nach etlichem suchen hatte ich etwas gefunden, auch wenn es nicht direkt im Ort lag, dort war nämlich alles preiswerte ausgebucht. Zimmer in Dublin hätten ein Vermögen, spezielle Anforderungen wie 3 Schlafzimmer zu diesem Termin wären auch überwiegend nur in Hotels möglich gewesen. Aber mit Athlone hatte es ja geklappt. Und wo fährt der Bus??? öh, da müssen wir mal schauen? Logischerweise gab es mehr als einen Bus und mehrere Haltestellen, ich bin also los gegangen, um einen sachkundigen Menschen zu finden, was mir -für Mr X erstaunlicherweise- auch gelang, wir mussten ein Stück weit laufen mit dem Gpäck, ääh, die beiden eher rollern. Ich muss zugeben, dass ich dieses rollernde Geräusch so nach und nach zu hassen lernte. Und wo gibt es die Tickets? Wie in Berlin am Ticketautomaten? Ich beauftragte Mr X damit, die Tickets zu kaufen, ich dachte, irgendwie muss er es ja lernen, außerdem ist er dann beschäftigt. Nach längerem Blockieren des Automaten (zum Glück gab es drei, somit konnten die anderen Leute ihre Tickets auch kaufen) und der freundlichen Hilfe eines jungen Mannes gelang es dann und wir konnten doch tatsächlich den uns bestimmten Bus ersteigen. Und wohin mit den Koffern? Die Gepäckfächer sind ja alle voll.. Tja mit einer Hand festhalten und mit der anderen sich selber an einer Haltestange? Ich hatte das Problem nicht, ich trug ja einen ziemlich kleinen Rucksack. Die Fahrt dauerte recht lange, weil die Stadt ziemlich verstopft war, aber zum Glück merkten sie nicht, dass wir vielleicht den ersten möglichen Zug verpassen würden, weil sie allerlei wieder erkannten, was sie bei ihrer ersten Reise nach Irland gesehen hatten.
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ich werde hier mal meinen Bericht vorschreiben, liest ja eh keiner mit :shocked:
Erst kopiere ich Auszüge von mails, die ich geschrieben habe, dann sortiere und ergänze ich
ich bin am Freitag am späten Abend wieder in Berlin gelandet und mehr als froh darüber. Irland als solches war schön und spannend wie immer, mindestens dreimal habe ich jedoch ernsthaft überlegt, zurück nach Dublin zu fahren und mir dort den erstbesten Flug zu nehmen.

Ich weiß ja seit vielen Jahren, dass Dieter recht cholerisch und rechthaberisch ist, er hatte sich ja damals auf unserer gemeinsamen Arbeitsstelle mit eigentlich jedem überworfen, stelle dir Marek hoch 10 vor.

Ich schreibe dir auf jeden Fall dazu noch etwas, letztlich war vieles auch sehr komisch, aber über 3 Wochen diesen Irrsinn auszuhalten, war definitiv nicht leicht.


Bei jeder der zahlreichen Busfahrten nervte D, wo denn der Abfahrtsort sei und wann der Bus fahren würde (stand alles in den für sie ausgedruckten Planungsunterlagen und stimmte immer!). Oder: es stünde da eine ganz andere Fahrzeit... tja, das was da steht ist nicht der Sommerfahrplan...

Meist gab es eh nur eine Bushalte und da, wo viele Leute stehen, geht vermutlich dann ein Bus los.

Nach einer Zwischenübernachtung in Athlone ging es mit einmal Umsteigen nach Achill I und ich war heilfroh, als wir vom Busfahrer freundlicherweise fast bis vor die Tür des B&B gefahren wurden, er ist extra einen Umweg gefahren. Ich habe mir erstmal eine halbe Stunde Ruhe auf meinem Zimmer ausbedungen und dann versucht zu klären, wo wir an dem Tag ein Abendessen bekommen könnten. Ich wusste ja, dass der Ort mehrere Restaurants hat, aber es war schon ein bisschen zu laufen, bis wir dort angekommen wären. Die Landlady fuhr uns dann freundlicherweise mit ihrem PKW zu einem Restaurant und bot sogar an, wir sollten anrufen, wenn wir fertig seien und nicht laufen wollten. So weit so gut, sie waren ja in ihrem (kitschig geliebten) Irland, das Essen war gut, aber zurück laufen? Die Entfernung ist locker in etwa 20 Minuten zu überwinden, auch wenn man schleicht, aber Dieter war schon nach 5 Minuten sooo kaputt und befürchtete, dass wir uns mit Sicherheit verlaufen würden... Seufzend rief ich Geraldine an, sie holte uns ab, obwohl sie sicherlich auch gern einfach mal Ruhe gehabt hätte. Am nächsten Tag gingen wir in Richtung Strand, der wirklich wunderschön ist, man kann dort bis in den Ort laufen, immer am Strand und an der Bucht entlang. Sie konnten zu Mittag essen, haben ihre Traumpension für einen längeren zukünftigen Urlaub entdeckt und dann habe ich sie quasi gezwungen, die Strecke zur Pension an einem kleinen Sträßchen zurück zu gehen, ok Angela wollte das auch. Nahe bei der Pension ist ein Pub, in welchen wir noch einkehrten und Dieter verkündete stolz, dass wir heute mindestens 25 km weit gegangen seien. Hääääh? Das waren maximal insgesamt 8-9 km. Aber nein, ich wolle nur seine Leistung nicht anerkennen. Er habe das auf dem gps genau verfolgen können. Wir wären von Keel aus bis an das Ende des Strandes von Keen gelaufen, das wäre eine riesige lange Bucht. Nein, die Bucht von Keen ist eine andere, dazwischen ist noch ein Bergzug, den wir offensichtlich NICHT überquert haben sowie eine zweite Bucht mit einem kleinen Sandstrand und erst ein paar Kilometer sei man dann in Keen. Ich war da nämlich schon mal und bei unserer Geschwindigkeit mit langen Pausen am Strand, was ja ok sei, wäre die Strecke gar nicht machbar gewesen. Am nächsten Morgen fuhr uns Geraldine zu der Brücke, welche zum Festland führt, weil der Bus von Keel selber erst am späten Nachmittag gefahren wäre. Eine Übernachtung in Westport stand an, weil sie sich den Ort auch näher anschauen wollten und er auf ihrer Wunschliste gestanden hatte. Am nächsten Tag ging es dann über Galway nach Clifden, wo wir zwei Nächte blieben. In Clifden gab es dann Ärger, weil ich ihnen mitteilte, dass ich nicht mit ins Restaurant mit Pub und livemusik gehen würde, ich würde mir ein Sandwich kaufen und etwas lesen. Beleidigtes Schweigen, ich hatte aber vorher bereits gesagt, dass ich mich um meine Verpflegung selber kümmern würde und ab und an auch alleine etwas unternehmen möchte. Statt dem Abendessen um 18.00 Uhr ging ich also ein wenig den Ort erkunden und bis zu einer netten Straße am Meer, kaufte mir ein Cider und eben das Sandwich und hatte einen netten entspannten Abend. Am späten Abend dann eine sms von Dieter, wir müssten uns dringend unterhalten, so ginge das ja wohl nicht, die ganze Stimmung würde leiden und es bedürfe eines Grundsatzgespräches. Diese sms hat er wohl auch angela geschickt, die richtig zornig wurde und ihm wohl die Meinung gegeigt hat. Zumindest hat sie das am nächsten Tag erzählt.

Ich hatte verdammt schlecht geschlafen und überlegt, ob ich nach Dublin fahren soll und einfach für mich den Urlaub abbreche. Dieters unwissende Rechthaberei ist mir total auf den Keks gegangen und dann diese super-freundliche sms.

Von Clifden ging es dann nach Killarney mit einmal umsteigen, der erste Bus stand lange im Stau und natürlich war ich wieder schuld. Wir hatten dann in Limerick eine Stunde zeit und ich schlug vor, dass wir uns vielleicht einen Kaffee holen und etwas zu essen. Kaffee war ok, aber essen? Das wollten sie dann später in Killarney, wo ich aber gleich warnte, dass das B&B wie ihnen bekannt sei, nicht direkt im Ort liege. Empörtes Na und??

Wir kamen in Killarney an und Norrie holte uns - wie versprochen am Busbahnhof ab. kaum in den Zimmer eingerichtet, wollten sie dringend essen gehen, tja aber wo. Ich wusste nur von einem shoppingcenter in etwa 10-15 Minuten Entfernung, wo es wohl auch 2-3 Restaurants gab, zumindest 2017. Wir also los, nur brauchen sie für eine solche Entfernung mindestens die doppelte Zeit. und da gab es kein wirkliches restaurant, sondern nur zwei Art Imbisse und den Supermarkt, ich Böse, ich hatte sie dahin gelotst. Sie müssten immer am Mittag essen, Angela wurde richtig ungut, jeder Mensch würde mittags essen.... Als ich sagte, also ich kenne überwiegend Leute, die am Abend ihre Hauptmahlzeit hätten, weil wie soll ein normaler Arbeitnehmer das in der Mittagspause schaffen? Dann kauften sie ein Würstchen auf der Hand und etwas im Supermarkt. Und ich dachte, waaah, mit welchen Idioten bin denn ich unterwegs. am nächsten Morgen habe ich dann noch einmal freundlich gesagt, wenn das bei ihnen so sei, das sie unbedingt ein warmes Mittagessen haben müssen, könne man das ja einrichten, aber es wäre wohl sinnvoll gewesen, das rechtzeitig zu sagen. In Limerick hatte es ja genug Zeit dafür gegeben und sie hätten doch die Ablaufplanung erhalten und gleich das anmerken können oder.

und so ging es immerfort weiter...vier Nächte waren wir bei Norrie und Patrick (die ich beim ersten kennen lernen bereits sehr gemocht hatte) Meckern, Gesülze, überwiegend von Dieter. Mal war der Ausflug zu lange, man musste tatsächlich längere Zeit gehen. dabei hat entweder Norrie oder ihr Mann uns immer in den Ort hinein gefahren. Zum Busbahnhof wurden wir wieder gebracht bei der Weiterreise. An allen Stationen wieder das gleiche Theater, woher ich wisse, wo der Bus abgeht und ob die Uhrzeit stimme uswusf.

Auf der Halbinsel Beara wurde es dann ganz extrem, ich komme jetzt zur Sandalengeschichte...

In Ardgroom haben wir bei Rose übernachtet, vier Nächte, wir haben uns gleich wieder gut unterhalten. Am ersten vollen Tag brachte sie uns auf meine Bitte zum Nachbarort, wo ein wunderschöner Park um ein Herrenhaus am Meer ist, nach einer halben Stunde hatten sie wieder keine Lust zum gehen, ok meist haben wir auf zwei unterschiedlichen Bänken gesessen ;-) Sie hat uns dann auch wieder abgeholt und uns auf Dieters Wunsch nahe einem Steinkreis abgesetzt, aber gleich gesagt, dass sie zu einer FReundin weiter fahren würde und wir den Rest dann laufen müssten. Ganz großspurig von Dieter: Das ist doch kein Problem.... Der Steinkreis war interessant, wenn auch der Zugang etwas steil und dann doch tatsächlich 2,5 km bis zum Ort zurück, was sie dann sehr fußlahm geschafft haben. Sie gingen gleich in den Pub zum essen, ich nicht, darauf hatte ich keine Lust. und war froh, meine Ruhe zu haben. Habe mit Rose gemütlich einen Tee getrunken und geredet, sie fragte, wie lange die beiden denn verheiratet seien. Als ich antwortete, seit mehr als 10 Jahren und würden sich mindestens 30 Jahre lang kennen, sagte sie um Himmels willen. Wenn mein Mann mir ständig so auf der pelle sitzen würde, würde ich wahnsinnig. Bei jedem Frühstück Dieters Köpfchen auf Angelas Schulter ruhen zu sehen und ständig Händchen zu halten, das könne man ja bei Frischverliebten verstehen, aber bei jeder Mahlzeit und wenn sie mal auf der Terrasse sitzen?? Sie fragte, wie ich das aushalten würde. Als ich entgegnete, so lange sein Kopf nicht ständig auf meiner Schulter liegen würde, könnte ich das gerade noch verkraften. Sie hat so gelacht, dass sie fast ihre Teetasse vom Tisch geworfen hätte. Am nächsten Tag bin ich dann zu einem Bergsee gegangen, das war ihnen zu weit - juchee - ich fand das wunderschön und so erholsam. Aber ich wollte von den Sandalen erzählen. Am Tag darauf erzählte uns rose beim Frühstück, es gäbe eine Töpferei am Meer, das sei eine deutsche Frau, die wunderschöne Sachen mache und ich könne ja, während die beiden die Töpferei besuchen, einen Loup am Meer entlang wandern. Da Rose später noch einkaufen musste, trieb sie uns etwas zur Eile an, deswegen hatte ich meine Wandersandalen noch an. Mit kritischem Blick darauf und auf die Sandalen von A + D empfahl sie, uns dringend Wanderschuhe anzuziehen und ich lief schnell ins Zimmer. A und D weigerten sich, das wäre doch nicht nötig. Na gut. Sie fuhr uns also mit der Maßgabe, dass sie in etwa 3 Stunden uns abholen würde. Als ich zu den beiden sagte, ich gehe dann mal los, die Töpferei ging in eine andere Richtung, sagten sie, nein, nein, sie würden auch den Loup gehen. In Wandersandalen??? Als derartig unfitte?? Und mit extremer Höhenangst auf einem Weg über Klippen und ständig über Styles kletternd?? Angela war total blass geworden, als sie den ersten Style sah und zum zweiten ging es erstmal steil hoch. Ich sagte, sry, so läuft das nicht, ich gehe nicht mit euch gemeinsam diesen Weg! Dieter schrie herum, natürlich müsse ich den mit ihnen gehen und ich fragte, warum sie nicht Roses Empfehlung gefolgt wären und sich vernünftige Schuhe angezogen hätten?? Da stünde doch auf dem Wegeschild easy... Ahja? Für geübte Wanderer sicher easy, aber für Leute mit wenig Kondition und falschem Schuhwerk wohl nicht wirklich easy. Da geht es immer über die Klippen am Meer entlang mit größeren Höhenunterschieden, rauf und runter. Ich weigerte mich und da verzogen sie sich erstmal auf einen großen Stein weit weg von mir. Dann kamen sie wieder und wollten weiterhin die Wanderung machen, also hatte D a überredet. Klasse, dachte ich mir. Ich sagte, ok, macht, was ihr wollt, ihr könnt es eh in der Zeit nicht schaffen. ICH gehe nicht mit. Und wieder Lamento. Ich sagte dann ok, ich gehe schonmal rose entgegen, macht, was ihr wollt. Ich bin los und sie langsam hinterher. Sie waren völlig entkräftet, als Rose uns dann aufgabelte. Rose merkte gleich die miese Stimmung und setzte die beiden auf ihren Wunsch am Pub ab, damit sie zu Mittag essen konnten. Wir fuhren dann zum B&B. Als sie fragte, was denn los sei, erklärte ich, dass erst Dieter und dann auch Angela von ihm überredet, die Loup gehen wollten und ich abgelehnt hätte, dort mit ihnen zu wandern. Sie wurde richtig wütend, das sei ja echt unverantwortlich, sie habe doch extra gesagt, dass das in Sandalen nicht ginge. Und drückte mich unvermittelt, ich solle mich nicht ärgern und sie gab mir noch einen Tipp, wo ich am Nachmittag noch ein paar Stunden wandern könne, ich solle mir von denen doch nicht den Urlaub vermiesen lassen. Wie vorgeschlagen ging ich dann los und ich war gerade zwei 1/2 Stunden unterwegs, als ich eine sms von Dieter erhielt, sie müssten dringend und bald mit mir reden und ich solle mich baldmöglichst bei ihnen melden. Da ich noch etwa 6 km von der Pension entfernt war, und es bereits gegen 18.00 Uhr war, hielt ich das erste Auto an, die junge Fahrerin fragte gleich woher und wohin, sie war die Tochter einer Freundin von Rose und als ich von dem missglückten Versuch den Loup allein zu gehen erzählte, war sie entsetzt, das könne man wirklich nicht in Sandalen gehen und mit Sicherheit nicht, wenn man nicht im wandern geübt sei. Sie sagte noch, das ginge wirklich überhaupt nicht und meine Entscheidung wäre die einzig richtige gewesen.

etwa 20 Minuten später (sie musste noch etwas abholen) setzte sie mich dann ab und ich klopfte an Dieters Zimmertür. Er bat mich herein und als ich fragte, wo denn Angela sei, antwortete er kurz und knapp, sie hätte sich bereits hingelegt. ahja. Und was er besprechen wolle. Und er hob einen schier endlosen Sermon an, das ginge doch alles nicht so, was ich mir anmaße, natürlich könnten sie so einen Weg gehen und immer würde ich ihnen den Spaß verderben, indem ich nicht mitessen gehen würde undund. Außerdem würde ich zu oft mit Douglas telefonieren bzw der mir sms schreiben, ich müsse meinen Sohn endlich los lassen, das sei doch alles unnormal. Und Angela und er würden dies oder jenes denken... Ich hätte ihm fast eine geknallt, habe dann aber nur gesagt, dass er weder wisse, was es mit Douglas auf sich hätte und es ihn auch nichts angehen würde, mit wem ich Telefonate führe (wohl gemerkt nicht in ihrer Hörweite) und ich verdammt sein wolle, mit einem so verständnislosen Menschen über irgendwelche Probleme zu reden und Douglas das auch nicht akzeptieren würde. und er solle doch bitte von sich reden und nicht "Angela und ich denken, dass" Und die Sache mit dem Loup an ihrer eigenen Dummheit, keine vernünftigen Wanderschuhe anzuziehen und nicht auf Einheimische zu hören, gescheitert sei. ich hätte schlicht Angst gehabt, dass sie einen Unfall haben würden, ich sähe nämlich ungerne jemand verunfallen und im Gelände abstürzen. Dann bin ich gegangen. Dieser verdammte Idiot.[/pre]
das kommt aber nur teilweise in Reisebericht :sleep:

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