Sarek- Paranoia

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Gast

Re: Sarek- Paranoia

Ungelesener Beitrag von Gast » Do 2. Mai 2013, 09:20

shorst hat geschrieben:...aber sorry auch ne "Fotoreise" in den Sarek mit dem Ziel andere Perspektiven Motive abzulichten, macht aus dem Ding noch lange keine Expedition.
Natürlich. Genau dann wenn man ein definiertes Vorhaben umsetzt kann es leicht zu einer Forschungsreise werden.
shorst hat geschrieben: Da fehlt der Aspekt des Entdeckens,
Keine Ahnung was du unter "Entdecken" verstehst, aber ich entdecke jedes Mal draussen neues und nicht selten überraschen mich schon Dinge in meinen Gärten (und das anhaltend, immer wieder)
shorst hat geschrieben: ebenso wie der des ausgesetzt seins.
Da verwechselst du eine Expedition mit einer Abenteuerreise.

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Erny
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Re: Sarek- Paranoia

Ungelesener Beitrag von Erny » Do 2. Mai 2013, 10:21

Gast hat geschrieben: Da verwechselst du eine Expedition mit einer Abenteuerreise.

Nein, tut er nicht.

Unter einer Expedition bezeichnet man im allgemeinen eine Entdeckung-- oder Forschungsreise in eine abgelegene unerforschte Region. Also durchaus mit einem gewissen Hauch von Abenteuer und Gefahr behaftet.

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Sápmi
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Re: Sarek- Paranoia

Ungelesener Beitrag von Sápmi » Do 2. Mai 2013, 11:06

Erny hat geschrieben:Unter einer Expedition bezeichnet man im allgemeinen eine Entdeckung-- oder Forschungsreise in eine abgelegene unerforschte Region.
Würde ich jetzt eigentlich auch eher so sagen.
Entdecken kann man ja wirklich überall was, wenn man nur genau hinsieht, und davon kann auch vieles für einen selbst neu sein, aber dadurch wird nicht aus jeder Reise, jeder Wanderung oder jedem Spaziergang eine Expedition. ;-)

shorst
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Re: Sarek- Paranoia

Ungelesener Beitrag von shorst » Do 2. Mai 2013, 12:11

Ich finde Sapmi hat es sehr gut ausgedrückt, gefällt mir gut.
Zu deinem ersten Punkt Gast, dann finden jedes Jahr tausende von Expeditionen statt die sich selbst weder so bezeichnen, keinerlei mediale Präsenz anstreben außer vielleicht spätere wissenschaftliche Veröffentlichungen, nämlich Praktika, oder Außenseminare von Studenten zb. der Geographie, Geologie ...
Und der Sarek ist nunmal bereits sehr gut erforscht, klar kann man das alles nochmal unter neuen Perspektiven betrachten und es verändert sich ja auch einiges dort, aber das zumeist eher soziologisch bedingt wie zb. der Status, geltende Regularien, als naturbedingt.

-wf-
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Re: Sarek- Paranoia

Ungelesener Beitrag von -wf- » Do 2. Mai 2013, 12:15

Das Kungsledenbuch habe ich auch, allerdings wurde es wohl inzwischen überarbeitet. Meins ist von 2005. Ich fand es weder für den südlichen noch für den nördlichen Kungsleden sonderlich hilfreich. Vieles ist übertrieben wie der Hinweis auf die langwierige Planung. Karten kaufen, Tagesetappen festlegen und fertig. Verlaufen kann man sich da eher nicht. Die Packliste ist hingegen nicht ausreichend. z.B taucht eine Isomatte nur auf der zusätzlichen Winterliste auf. Wo legt man sich im Sommer drauf, einfach auf den Boden? Das freut die Nieren. Daß die Preise nicht mehr stimmen, das kann man verschmerzen. Der Kungsleden, eine Expedition? Wohl kaum, das ist eine ganz normale Wanderreise.

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Sápmi
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Re: Sarek- Paranoia

Ungelesener Beitrag von Sápmi » Do 2. Mai 2013, 16:43

-wf- hat geschrieben:Die Packliste ist hingegen nicht ausreichend.
Die hab ich mir eigentlich gar nicht so genau angeguckt, da ich ja sowieso selbst am besten weiß, was ich für so eine Wanderung brauche. Hatte halt gedacht, dass noch ein paar interessante Infos über die Abschnitte drin sind (ich will diesen Sommer von Hemavan nach Ammarnäs latschen - hoffentlich ist bis dahin mein Fersensporn wieder ok :roll: ), aber diesbezüglich ist es ja auch nicht sonderlich ausführlich. Naja, da bin ich wohl mit dem alten "Bickel" besser bedient.

Gast

Re: Sarek- Paranoia

Ungelesener Beitrag von Gast » Do 2. Mai 2013, 19:24

Sápmi hat geschrieben:Ich hab kürzlich gerade das Buch "Kungsleden" von Michael Hennemann gelesen und da könnte man ja den Eindruck bekommen, der Sarek sei voller markierter Wanderwege. :grins:
Naja, die Machwerke aus dem Stein Verlag sind eh besser für die Unterhaltung als die Information.
Sápmi hat geschrieben:Etwas später, beim Abschnitt Saltoluokta-Kvikkjokk: "... Der Kungsleden verläuft nämlich nur am Rande durch den Sarek-Nationalpark. Als eine Alternative zum Kungsleden führt vielmehr der in Skandinavien bekannte Padjelantaleden durch den Sarek, .... "
Ich dachte eigentlich immer, und so sagen es auch alle mir bekannten Karten, dass der Padjelantaleden durch den Padjelanta-Nationalpark verläuft. Bild

Hab ich da was falsch verstanden? ;-)
Ja und nein.
Während der Kungsleden immerhin etwa 15 Kilometer durch den Sarek führt, sind es beim Padjelantaleden sage und schreibe ca 900 Meter. Aber da liegen doch tatsächlich öffentlich zugängliche Übernachtungshütten am Padjelantaleden im Sarek :ignoore:
Tarraluppal liegt knapp innerhalb der Parkgrenzen.
Weiter führt noch ein kurzes Wegstück des Padjelantaleden am Dreiparkeck (Sarek/Padjelanta/ Stora Sjöfallet) durch den Nationalpark.

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Timo
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Re: Sarek- Paranoia

Ungelesener Beitrag von Timo » So 5. Mai 2013, 18:19

Also ich denke es sind im weiteren Sinne auch Expeditionen im Sarek möglich...aber eben nicht wenn man den Park ganz normal durchwandert.

Es gibt z.B. eine Gruppe Schweden die für mehrere Wochen im Winter im Sarek waren und jede Menge Gipfeltouren nacheinander gemacht haben....das ist schon eine Expedition.


VG Timo
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