Sarek- Paranoia

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Sápmi
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Re: Sarek- Paranoia

Ungelesener Beitrag von Sápmi » Sa 22. Dez 2012, 15:08

Fetznschädl hat geschrieben:Das Problem dabei ist, dass man erstmal diskutiert, warum etwas für "Anfänger" nicht möglichsein sollte-und das zum Teil mit wenig Fingerspitzengefühl- anstatt vielleicht zu skizzieren, wie es möglich sein könnte.
Als erstes sollte vielleicht überhaupt mal definiert werden, in welchen Bereichen die Leute überhaupt Anfänger sind. Haben sie noch nie Wanderschuhe angehabt? Oder sind sie nur noch nicht länger mit Rucksack und Zelt unterwegs gewesen? Oder sind sie nur - so wie ich z. B. - noch nie länger in "weglosem" Gelände gewandert oder getrekkt? Ist ja auch schon ein Unterschied.
Fetznschädl hat geschrieben: Hätte ich mich vor meiner ersten "Trekkingtour" von Foren beraten lassen, würde ich vermutlich heute noch auf Feldwegen in der Umgebung "Erfahrung" sammeln :hüstel:
Naja, aber in manchen Fällen ist es ja auch wirklich schwierig, völlig unbedarften Stadtmenschen die richtigen Tipps für ein allerersten Einstieg zu geben. Ich denke, viele von uns sind schon in jüngeren Jahren mit dem Draußensein, Wandern usw. vertraut gemacht worden, ob es nun Pfadfinderfreizeiten oder Familienurlaube und sonstige Aktivitäten waren; so kommt man auch später viel leichter rein, wenn man sich dann im erwachsenen Alter von sich aus für irgendwelche Outdoortätigkeiten interessiert. Aber wie ist das bei Menschen, die nur im trostlosen Großstadtmilieu aufgewachsen sind und die bisher noch niemand an das Erleben in der "Natur" herangeführt hat? Da haben ja manche Leute auch echt abenteuerliche Vorstellungen, so dass es vielleicht gar nicht immer soo falsch ist, erst mal mit idiotensicheren Ratschlägen anzufangen.

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Peter
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Re: Sarek- Paranoia

Ungelesener Beitrag von Peter » Sa 22. Dez 2012, 15:19

So ein Trampelpfad vom einen Nichts ins andere kann mich unter Umständen mehr in die Irre führen
Stimmt, das ist mir im Nebel schon mal passiert- immer dem Rentierpfad gefolgt und mich dann auf dem Berg nach dem Nebel ganz schön gewundert. Das gefährliche im Gebirge dort oben sind die stark metallhaltigen Berge (Eisen, Magnetit)- da kann der Kompass schon mal spinnen.

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Peter
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Re: Sarek- Paranoia

Ungelesener Beitrag von Peter » Mi 2. Jan 2013, 10:20

"dass dies kein Abenteuerspielplatz mit Notausstieg ist, sondern ein Abenteuerspielplatz, in dem fast jedes Jahr Menschen umkommen".
Stimmt- weil sie nicht beraten wurden, nicht vorbereitet waren und unglaubliche Fehler begangen haben.
Der Fragende in diesem unsäglichen Thread http://www.outdoorseiten.net/forum/show ... ost1111563
hat sich doch längst verkrochen aufgrund der massiven Kritik an seinem "unmöglichen" Vorhaben.
(gut dass es vor meinen ersten Touren im Fjäll kein Internet gab!! :crazygirl: )
Das schlimme ist - diese "Berater" kommen sich auch noch toll vor.
Waren aber selber noch nie dort. :?
Sollten die Jungs jetzt in den Sarek gehen und Fehler machen auf die sie gar nicht vorbereitet wurden - Applaus ODS!

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Peter
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Re: Sarek- Paranoia

Ungelesener Beitrag von Peter » Mi 2. Jan 2013, 15:26

Und hier die absolut tödlichste Stelle der letzten Sarekwanderung:
Nur 20 von 20 Rentieren kamen durch, incl. der Kälber... :banane:

Bild


Bild

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Sápmi
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Re: Sarek- Paranoia

Ungelesener Beitrag von Sápmi » Mi 2. Jan 2013, 22:15

Jedenfalls idyllische Bilder. :mrgreen:

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Südhessischer
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Re: Sarek- Paranoia

Ungelesener Beitrag von Südhessischer » Do 3. Jan 2013, 10:21

Du musst einfach die richtige Musik hinten drann legen dann passt das schon:
http://www.youtube.com/watch?v=Gj5D46q627s
WerWillDerKannWennErKannWieErWill

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Peter
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Re: Sarek- Paranoia

Ungelesener Beitrag von Peter » Do 3. Jan 2013, 10:53

Stimmt- wenn man sich das Bild mit den rentieren anschaut und die Musik dazu spielt wird das zum Horrortripp!
Also wer den Sarek richtig gefährlich haben will- MP3-Player mit Gruselmusik auf die Ohren!
Ich bevorzuge dort:

http://www.youtube.com/watch?v=m5TwT69i1lU

Freie Garage

Re: Sarek- Paranoia

Ungelesener Beitrag von Freie Garage » Do 10. Jan 2013, 09:41

Das stimmt schon, Mythen und Realitäten bzgl. des NP. Sarek existieren schon. Die Antwort lautet daher:
"We hope you know what this involves"

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Re: Sarek- Paranoia

Ungelesener Beitrag von Peter » Fr 11. Jan 2013, 09:04

We know Mr. Ewald.

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dunklematerie
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Re: Sarek- Paranoia

Ungelesener Beitrag von dunklematerie » Fr 11. Jan 2013, 20:41

Sápmi hat geschrieben: Aber wie ist das bei Menschen, die nur im trostlosen Großstadtmilieu aufgewachsen sind und die bisher noch niemand an das Erleben in der "Natur" herangeführt hat? Da haben ja manche Leute auch echt abenteuerliche Vorstellungen, so dass es vielleicht gar nicht immer soo falsch ist, erst mal mit idiotensicheren Ratschlägen anzufangen.
und woher will man das genau wissen, ob es sich um "Großstadtnaivlinge" oder "alte Pfadfinder" handelt? Richtig, man nimmt es erst mal an, nur aufgrund ein paar unbedarfter Formulierung oder dergl. Das Internetz-göttlich, ein paar Worte in Pixel und Bytes sind Gesetz. Früher trank man einen Humpen Bier zusammenund bildete sich dann ne Meinug, oder zwei. Ein Glas kann halb voll und gleichzeitig halb leer sein, stimmts?
idiotensichere Vorschläge-idiotensichere Beratung-selbstverständlich gut gmeint-damit..

Aber Kungsleden für/als Anfänger kann auch schön sein-stimmt schon. Man kann das aber anders vermitteln, und nicht gleich mit dem Katjuscha auffahren von wegen ertrinken, Zelt bei bösen Sturm aufbauen,-von Killer-Lemmingen attackiert werden oder zuviel Rauschbeeren essen.

Gruß
Wischmob

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Re: Sarek- Paranoia

Ungelesener Beitrag von Peter » Fr 11. Jan 2013, 21:05

Es gibt keine idiotensichere Beratung im Internet. Man kann Tips und Hinweise geben- that's all.
Die schlimmsten Unfälle hab ich im übrigen auf dem Kungsleden erlebt ;-)
Man denke nur an die überfrorenen Planken... da liegt man schneller auf der Nase als im weglosen Fjäll.
Und kann sich schlimmer verletzen.

Peter

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Sápmi
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Re: Sarek- Paranoia

Ungelesener Beitrag von Sápmi » Mi 1. Mai 2013, 09:02

Ich hab kürzlich gerade das Buch "Kungsleden" von Michael Hennemann gelesen und da könnte man ja den Eindruck bekommen, der Sarek sei voller markierter Wanderwege. :grins:
z. B. "Das Abenteuer Kungsleden beginnt oft mit einer langwierigen Planung. Für viele ist es die Erfüllung eines Traums. Der Sarek-Nationalpark scheint ein Muss für Expeditionen zu sein. Aber warum eigentlich soll man auf dem mit Abstand meistbewanderten Teil beginnen?"
Eine Kungsleden-Wanderung mit einer Expedition zu vergleichen, finde ich ja auch schon sehr gewagt ;-) . Außerdem dachte ich immer, der Abschnitt um Abisko sei am meisten begangen. Oder doch nicht? :?:

Etwas später, beim Abschnitt Saltoluokta-Kvikkjokk: "... Der Kungsleden verläuft nämlich nur am Rande durch den Sarek-Nationalpark. Als eine Alternative zum Kungsleden führt vielmehr der in Skandinavien bekannte Padjelantaleden durch den Sarek, .... "
Ich dachte eigentlich immer, und so sagen es auch alle mir bekannten Karten, dass der Padjelantaleden durch den Padjelanta-Nationalpark verläuft. Bild

Hab ich da was falsch verstanden? ;-)

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Re: Sarek- Paranoia

Ungelesener Beitrag von Sternenstaub » Mi 1. Mai 2013, 09:33

Der gute hat wohl nur falsch im net recherchiert oder einem Wissenden aus einem Forum vertraut. Du weißt doch, das Auftreten als sei man ein Crack ist manchem einfach so in die Wiege gelegt. :mrgreen:
um eine Provokation als solche zu erkennen bedarf es auch eines gewissen Scharfblicks.(Sternenstaub)

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Re: Sarek- Paranoia

Ungelesener Beitrag von Südhessischer » Mi 1. Mai 2013, 11:33

Sápmi hat geschrieben: Eine Kungsleden-Wanderung mit einer Expedition zu vergleichen, finde ich ja auch schon sehr gewagt ;-) .
Nun...eine Expedition (Forschungsreise) unternimmt hier oder bei ODS eh kaum einer. Aber das währe doch mal eine Ansatz nicht nur mit den immer gleichen Lanschaftsphotogarapien heimzukommen, sondern auch mal mit einem gezielten Blick den glazialen Formenschatz, die Flora und Fauna,.... mit der Kammera einzufangen.
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Re: Sarek- Paranoia

Ungelesener Beitrag von shorst » Do 2. Mai 2013, 07:35

Ob "Expedition" jetzt im ursprünglichen Sinne "Forschungsreise" heißt sei mal dahin gestellt, aber sorry auch ne "Fotoreise" in den Sarek mit dem Ziel andere Perspektiven Motive abzulichten, macht aus dem Ding noch lange keine Expedition.
Da fehlt der Aspekt des Entdeckens, ebenso wie der des ausgesetzt seins.

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