Der Berg ruft und nimmt.

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Atze

Der Berg ruft und nimmt.

Ungelesener Beitrag von Atze » Fr 22. Jun 2012, 19:20

Der Berg ruft und nimmt.
Der Cotta Weg

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Eine Wanderung entlang der Grenze auf dem Kammweg zur Lausche

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Vor zwei Wochen bin ich schon mal den Weg zur Lausche gegangen und musste dort ein fürchterliches Desaster erleben. Doch dazu später mehr.

Dieses mal wollte ich den Weg zur Lausche, entlang der Staatsgrenze zur Tschechien gehen. Es ist der Kammweg der sich später auch Cottaweg nennt.

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Mit dabei mein Hund Atze, er musste mit, ob er wollte oder nicht. Es war für ihm gleichzeitig ein Training für unsere kommende gemeinsame Tour, die sich über mehrere Wochen erstrecken wird. Da können wir uns dann das Wetter auch nicht aussuchen. Ebenso wird es für mich ein Erlebnis, denn über einen so langen Zeitraum, waren wir beide noch nie Unterwegs.

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Ausgangspunkt für unsere Tour ist Lückendorf. Von hier aus gehen wir Richtung Hain,- ein Ortsteil von Oybin.
Statt den Hochwald mit seinen weithin sichtbaren mächtigen Turm zu ersteigen, ließen wir ihn,- wohlweislich in Erinnerung quälenden Durstes, links liegen. So schnell vergesse ich nicht, wie ich mich vor zwei Jahren mit dem Wai im Gepäck, daran machte, den selbigen bei +30° Grad im Schatten zu erklimmen. Nur die Hoffnung auf eine Erfrischung in Form einer kühlen Blonden, ließen mich zu solchen Unfug hinreißen. Denn wie sich zeigen sollte, hatten alle gastronomische Einrichtungen zu...

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Dafür lockte die Kammbaude mit gemütlicher Atmosphäre, wenn man bei angenehmen Temperaturen draußen sitzen kann. Atze bekommt die Kaffeesahne und ich den Kaffee, sowie einen herrlichen Erdbeereisbecher mit Schlagsahne und einen ordentlichen Schuss Likörchen darüber. Mal ehrlich,- den Eisbecher hätte ich mir schenken sollen, vor allem die gefrosteten Erdbeeren die einen serviert wurden... Zu guter letzt noch die Frage,- hat es geschmeckt? Da pfeift doch glatt der Fuchs.

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Ein wenig enttäuscht machen wir uns auf dem Weg. Statt über den Johannistein zu laufen, gehen wir ein Stück an mit Blümchen bewachsenen Wiesen vorbei, durch den Ortsteil, bevor wir auf schmalen Pfad zum Falkenstein gehen.

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Da steht steht er nun, der Falkenstein. Mit seinen knapp 530 m.N. ist er schon recht Imposant. Ein Teil von ihm gehört zu Tschechien.

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Der Berg ruft...

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...und er nimmt.

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Durch trocknen Wald und feuchten Busch, geht es an den Schubertswiesen vorbei.


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In der Ferne zeigt sich unser Tagesziel,- die Lausche.

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Auf tschechischer Seite hatte man sich ebenfalls fürs Wochenende gemütlich eingerichtet.


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Der Untergrund des Weges änderte sich und wir liefen auf Holzbohlen. Wir streifen das Lausche-Hochmoor.

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War der Weg bisher recht moderat zu gehen,- was die Höhenmetern angeht, wird es nun abrupt steiler
und beschwerlicher. Die Steine auf dem Weg tun ihr übriges dazu bei.

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Endlich, wir sind auf den letzten Höhenmetern unterwegs und haben gleich das Ziel für heute erreicht.
Ein Blick ins Tal sowie ein Foto, und weiter.


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Das erste was man zu Gesicht bekommt, wenn man oben auf der Lausche ankommt, ist eine Ruine
die vor etlichen Jahren abgebrannt ist. An einen wieder Aufbau haben weder die Deutschen noch die Tschechen scheinbar ein Interesse. Warum auch immer, eigentlich schade.

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Ich bin noch gar nicht richtig oben angekommen, da werde ich auch schon von zwei jungen Leuten mit den Worten begrüsst, - wenn ich mich beeile, dann könne ich noch wunderbare Fotos vom Sonnenuntergang machen. Recht haben Sie. Nachdem wir uns bekannt gemacht haben und Atze den Platz als sein Revier annektierte, suche ich für das Zelt einen geschützten Platz. Es dauert nicht lange, und wir sind beide verschwunden. Morgen ist auch noch ein Tag.


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Träume ich oder war dass gerade Atze. Schlaftrunken taste ich nach ihm,- da höre ich ihn ganz deutlich bellen.
Also kein Traum. Ruck-zuck bin ich aus dem Schlafsack um nach der Ursache seines Geschrei zu sehen. Es ist gerade mal 5 Uhr am frühen Morgen. Schnell habe ich die Situation erfast und kann eingreifen bevor die Sache eskaliert. Es hat sich doch tatsächlich ein Jogger erdreist, in das von Atze annektierte Territorium einzudringen.
Und das früh morgens um 5 Uhr. Der Jogger nimmt es sportlich und nach wenigen Minuten werden sie fast Freunde. Bevor der Jogger seines Weges geht, macht er mich auf eine Situation aufmerksam, wo die Lausche durch die aufgehende Sonne, ihren Schatten auf die Umgebung wirft. Man könnte fast meinen, es ist noch ein Berg da.

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An weiterschlafen ist nun nicht mehr zu denken. Also mache ich uns erst einmal Frühstück und in der Zwischenzeit kann der Schlafsack lüften.

Mittlerweile sind auch die zwei Biker aufgewacht und wir machen es uns gemeinsam beim Frühstück gemütlich.
Wie sie mir erzählen kommen sie aus Dresden und haben eine kleine Übungstour absolviert. Sie wollen demnächst die Alpen queren.

Es dauert nicht lange und all unser Habe ist verpackt. So geht jeder seinen Weg. Die Biker mit dem Rad, dem Lausitzer Bergweg entlang nach Dresden, und ich gehe ein Stück den E3, Richtung Krompach.

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Wenn es im Moment auch etwas anstregend ist, den Berg wieder hinunter zu gehen, ist dass hier, im Gegensatz zu dem, was da auf mich noch zu kommen wird, die reinste Erholung. Aber im Augenblick weiß ich ja davon noch nichts, und deswegen genieße ich hier und da noch einen herrlichen Ausblick.


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War es den ersten Metern des Weges etwas steil und steinig, geht es jetzt gemütlich und entspannend den Serpentinen folgend nach unten.

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Unten am Fuße der Lausche angekommen, entdecke ich den Wegweiser nach Krompach über Dol. Svetla.


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Hübsch diese Hütten am Wegesrand, laden sie doch regelrecht zum Rasten ein.

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Und die Wege erst, aller erste Sahne. Man weiß hier wie man Fördergelder sinnvoll einsetzt.

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Das die Tschechen Sinn für Humor haben, zeigen sie auch an ihren Wegweisern.

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Wofür ich jedoch den Humor verliere, sind die asphaltierten Strassen, auf denen ich jetzt gehen darf.

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Wenn einem die Füsse schmerzen, so hat man für die schöne Umgebung auch keinen Blick mehr.
Es kann ja nur noch besser werden.









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Diese Schwalbe macht noch keinen Sommer, und kann mich auch nicht trösten.
Innerlich bin ich so wütend auf mich, dass ich mich frage,- welcher Teufel mich geritten hat, diesen Weg zu nehmen. Nie wieder!



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Na ja endlich, nach einigen Kilometern des Leidens habe ich es mit Atze geschafft und wir erreichen den Grenzweg hinter dem Hochwald.


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Nach einer kleinen Verschnaufspause am Kammloch, machen wir uns wieder auf dem Weg.
Komisch, habe ich da nicht gerade das grummeln eines Donners gehört. Mein Blick gleitet nach oben gen Himmel, was jedoch meine Augen da zu sehen bekommen verheißt nichts gutes.

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Schnell sehe ich zu, dass ich mit Atze die nahe liegende Edmunds Hütte erreiche. Wir setzen gerade die Füsse in die Hütte, da geht das Unwetter auch schon los. Hagel, ich fasse es kaum. Wenn der uns vor erreichen der Hütte überrascht hätte, wären wir ihn schutzlos ausgeliefert gewesen. Es wäre mit Bestimmtheit eine schmerzhafte Angelegenheit. Die Körner hatten immerhin die Größe zwischen ein und zwei Zentimeter.

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So schnell wie das Gewitter kam, so schnell verschwand es auch wieder. Von den Bäumen leuchtete das Grün durchs Blätterdach.

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Ich will mit Atze zur Böhmischen Aussicht, um dort noch eine Nacht zu verbringen. Der Weg führt über eine Stiege zur Kleinen Felsengasse. Atze ist zügig Oben, während ich mir schwer tue. Die Stufen sind nämlich nicht gerade nach DIN gemacht.

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Na Alter, wo bleibste. Immer diese Warterei.

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Plötzlich schreckt ein Rehbock und Atze richtet seine gesamte Aufmerksamkeit in die Richtung, wo das Geräusch herkommt. Zum Glück verstummt der Bock und es tritt wieder Ruhe ein.


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Vorbei an der Töpferbaude, erreichen wir unseren Lagerplatz auf der Böhmischen Aussicht. Hier oben ist es immer wieder schön und etwas abgelegener.

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Mit den letzten Sonnenstrahlen baue ich unser Lagerplatz auf.

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Während Atze sich die ganze Sache mit einem gewissen Abstand anschaut.

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Nachdem die Arbeit getan ist, ist Entspannung mit Blick in die Runde angesagt. Den Jeschken immer im Blick.

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Ein grandioses Bild wenn im Licht der untergehenden Sonne die Feuchtigkeit nach oben steigt.
Mit solch einer Umgebung, lässt es sich gleich nochmal so gut einschlafen.

Nur dass dieser Schlaf nicht lange währt. Gegen zwei Uhr in der Früh, werde ich durch das laute Getöse von Donner und Blitz aus dem Schlaf gerissen. Es regnet fürchterlich. Wie immer in solch einer Situation, bin ich glücklich und zufrieden mein Tarp dabei zu haben. Der Platz ist einigermaßen geschützt, so dass ich mich auch vor Blitzschlag nicht allzu sehr fürchten muss. Atze dagegen pennt als wenn ihm das alles nichts anginge.

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Der Morgen erwacht, so wie sich der Tag gestern Abend verabschiedete. Ein spektakuläres Feuerwerk von Farben zauberte die Natur, so das es einen fast die Sprache verschlägt.

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Da es in der Nacht so geregnet hat, ist es jetzt am Morgen besonders angenehm, wenn die Sonne versucht
alles wieder schnell trocken zu bekommen.

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Im Spiel der Sonne.

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Ein Blick aus dem Zelt sagt mir, - bleib mal lieber liegen und schlafe noch ne Runde.
Ist jedoch leichter gesagt als getan, wenn man den menschlichen Drängen nachgeben muss.

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Sieh mal einer an, hier lässt es sich richtig gut aushalten. Hoffentlich kommt der Alte nicht
gleich wieder.

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Sieht es doch tatsächlich so aus, als ob sich der Himmel wieder zuziehen will. Es hat in meinen
Augen genug geregnet.

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Der perfekte Kocherplatz. ich werde uns erst einmal Frühstück machen.


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Wozu so ein Geländer doch alles gut ist. Ich habe mein Tarp zum Trocknen aufgehangen.
Es dauerte nicht lange und es war trocken.

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Hmm, was der Alte wieder treibt.

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So schön Urig es hier ist, langsam müssen wir heimwärts gehen.
Die Sachen sind getrocknet und verpackt.

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Mehr Stein statt Geld geht es den Weg nach Hause.

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Der Cotta Weg

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Eine Wanderung entlang der Grenze auf dem Kammweg zur Lausche

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Vor zwei Wochen bin ich schon mal den Weg zur Lausche gegangen und musste dort ein fürchterliches Desaster erleben. Doch dazu später mehr.

Dieses mal wollte ich den Weg zur Lausche, entlang der Staatsgrenze zur Tschechien gehen. Es ist der Kammweg der sich später auch Cottaweg nennt.

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Mit dabei mein Hund Atze, er musste mit, ob er wollte oder nicht. Es war für ihm gleichzeitig ein Training für unsere kommende gemeinsame Tour, die sich über mehrere Wochen erstrecken wird. Da können wir uns dann das Wetter auch nicht aussuchen. Ebenso wird es für mich ein Erlebnis, denn über einen so langen Zeitraum, waren wir beide noch nie Unterwegs.

Bild

Ausgangspunkt für unsere Tour ist Lückendorf. Von hier aus gehen wir Richtung Hain,- ein Ortsteil von Oybin.
Statt den Hochwald mit seinen weithin sichtbaren mächtigen Turm zu ersteigen, ließen wir ihn,- wohlweislich in Erinnerung quälenden Durstes, links liegen. So schnell vergesse ich nicht, wie ich mich vor zwei Jahren mit dem Wai im Gepäck, daran machte, den selbigen bei +30° Grad im Schatten zu erklimmen. Nur die Hoffnung auf eine Erfrischung in Form einer kühlen Blonden, ließen mich zu solchen Unfug hinreißen. Denn wie sich zeigen sollte, hatten alle gastronomische Einrichtungen zu...

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Dafür lockte die Kammbaude mit gemütlicher Atmosphäre, wenn man bei angenehmen Temperaturen draußen sitzen kann. Atze bekommt die Kaffeesahne und ich den Kaffee, sowie einen herrlichen Erdbeereisbecher mit Schlagsahne und einen ordentlichen Schuss Likörchen darüber. Mal ehrlich,- den Eisbecher hätte ich mir schenken sollen, vor allem die gefrosteten Erdbeeren die einen serviert wurden... Zu guter letzt noch die Frage,- hat es geschmeckt? Da pfeift doch glatt der Fuchs.

Bild

Ein wenig enttäuscht machen wir uns auf dem Weg. Statt über den Johannistein zu laufen, gehen wir ein Stück an mit Blümchen bewachsenen Wiesen vorbei, durch den Ortsteil, bevor wir auf schmalen Pfad zum Falkenstein gehen.

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Da steht steht er nun, der Falkenstein. Mit seinen knapp 530 m.N. ist er schon recht Imposant. Ein Teil von ihm gehört zu Tschechien.

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Der Berg ruft...

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...und er nimmt.

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Durch trocknen Wald und feuchten Busch, geht es an den Schubertswiesen vorbei.

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In der Ferne zeigt sich unser Tagesziel,- die Lausche.

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Auf tschechischer Seite hatte man sich ebenfalls fürs Wochenende gemütlich eingerichtet.

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Der Untergrund des Weges änderte sich und wir liefen auf Holzbohlen. Wir streifen das Lausche-Hochmoor.

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War der Weg bisher recht moderat zu gehen,- was die Höhenmetern angeht, wird es nun abrupt steiler
und beschwerlicher. Die Steine auf dem Weg tun ihr übriges dazu bei.

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Endlich, wir sind auf den letzten Höhenmetern unterwegs und haben gleich das Ziel für heute erreicht.
Ein Blick ins Tal sowie ein Foto, und weiter.

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Das erste was man zu Gesicht bekommt, wenn man oben auf der Lausche ankommt, ist eine Ruine
die vor etlichen Jahren abgebrannt ist. An einen wieder Aufbau haben weder die Deutschen noch die Tschechen scheinbar ein Interesse. Warum auch immer, eigentlich schade.

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Ich bin noch gar nicht richtig oben angekommen, da werde ich auch schon von zwei jungen Leuten mit den Worten begrüsst, - wenn ich mich beeile, dann könne ich noch wunderbare Fotos vom Sonnenuntergang machen. Recht haben Sie. Nachdem wir uns bekannt gemacht haben und Atze den Platz als sein Revier annektierte, suche ich für das Zelt einen geschützten Platz. Es dauert nicht lange, und wir sind beide verschwunden. Morgen ist auch noch ein Tag.


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Träume ich oder war dass gerade Atze. Schlaftrunken taste ich nach ihm,- da höre ich ihn ganz deutlich bellen.
Also kein Traum. Ruck-zuck bin ich aus dem Schlafsack um nach der Ursache seines Geschrei zu sehen. Es ist gerade mal 5 Uhr am frühen Morgen. Schnell habe ich die Situation erfast und kann eingreifen bevor die Sache eskaliert. Es hat sich doch tatsächlich ein Jogger erdreist, in das von Atze annektierte Territorium einzudringen.
Und das früh morgens um 5 Uhr. Der Jogger nimmt es sportlich und nach wenigen Minuten werden sie fast Freunde. Bevor der Jogger seines Weges geht, macht er mich auf eine Situation aufmerksam, wo die Lausche durch die aufgehende Sonne, ihren Schatten auf die Umgebung wirft. Man könnte fast meinen, es ist noch ein Berg da.

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An weiterschlafen ist nun nicht mehr zu denken. Also mache ich uns erst einmal Frühstück und in der Zwischenzeit kann der Schlafsack lüften.

Mittlerweile sind auch die zwei Biker aufgewacht und wir machen es uns gemeinsam beim Frühstück gemütlich.
Wie sie mir erzählen kommen sie aus Dresden und haben eine kleine Übungstour absolviert. Sie wollen demnächst die Alpen queren.

Es dauert nicht lange und all unser Habe ist verpackt. So geht jeder seinen Weg. Die Biker mit dem Rad, dem Lausitzer Bergweg entlang nach Dresden, und ich gehe ein Stück den E3, Richtung Krompach.

Bild

Wenn es im Moment auch etwas anstregend ist, den Berg wieder hinunter zu gehen, ist dass hier, im Gegensatz zu dem, was da auf mich noch zu kommen wird, die reinste Erholung. Aber im Augenblick weiß ich ja davon noch nichts, und deswegen genieße ich hier und da noch einen herrlichen Ausblick.

Bild

War es den ersten Metern des Weges etwas steil und steinig, geht es jetzt gemütlich und entspannend den Serpentinen folgend nach unten.

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Unten am Fuße der Lausche angekommen, entdecke ich den Wegweiser nach Krompach über Dol. Svetla.

Bild

Hübsch diese Hütten am Wegesrand, laden sie doch regelrecht zum Rasten ein.

Bild

Und die Wege erst, aller erste Sahne. Man weiß hier wie man Fördergelder sinnvoll einsetzt.

Bild

Das die Tschechen Sinn für Humor haben, zeigen sie auch an ihren Wegweisern.

Bild

Wofür ich jedoch den Humor verliere, sind die asphaltierten Strassen, auf denen ich jetzt gehen darf.

Bild

Wenn einem die Füsse schmerzen, so hat man für die schöne Umgebung auch keinen Blick mehr.
Es kann ja nur noch besser werden.

Bild

Diese Schwalbe macht noch keinen Sommer, und kann mich auch nicht trösten.
Innerlich bin ich so wütend auf mich, dass ich mich frage,- welcher Teufel mich geritten hat, diesen Weg zu nehmen. Nie wieder!

Bild

Na ja endlich, nach einigen Kilometern des Leidens habe ich es mit Atze geschafft und wir erreichen den Grenzweg hinter dem Hochwald.

Bild

Nach einer kleinen Verschnaufspause am Kammloch, machen wir uns wieder auf dem Weg.
Komisch, habe ich da nicht gerade das grummeln eines Donners gehört. Mein Blick gleitet nach oben gen Himmel, was jedoch meine Augen da zu sehen bekommen verheißt nichts gutes.

Bild

Schnell sehe ich zu, dass ich mit Atze die nahe liegende Edmunds Hütte erreiche. Wir setzen gerade die Füsse in die Hütte, da geht das Unwetter auch schon los. Hagel, ich fasse es kaum. Wenn der uns vor erreichen der Hütte überrascht hätte, wären wir ihn schutzlos ausgeliefert gewesen. Es wäre mit Bestimmtheit eine schmerzhafte Angelegenheit. Die Körner hatten immerhin die Größe zwischen ein und zwei Zentimeter.

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So schnell wie das Gewitter kam, so schnell verschwand es auch wieder. Von den Bäumen leuchtete das Grün durchs Blätterdach.

Bild

Ich will mit Atze zur Böhmischen Aussicht, um dort noch eine Nacht zu verbringen. Der Weg führt über eine Stiege zur Kleinen Felsengasse. Atze ist zügig Oben, während ich mir schwer tue. Die Stufen sind nämlich nicht gerade nach DIN gemacht.

Bild

Na Alter, wo bleibste. Immer diese Warterei.

Bild

Plötzlich schreckt ein Rehbock und Atze richtet seine gesamte Aufmerksamkeit in die Richtung, wo das Geräusch herkommt. Zum Glück verstummt der Bock und es tritt wieder Ruhe ein.

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Mit den letzten Sonnenstrahlen baue ich unser Lagerplatz auf.

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Während Atze sich die ganze Sache mit einem gewissen Abstand anschaut.

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Nachdem die Arbeit getan ist, ist Entspannung mit Blick in die Runde angesagt. Den Jeschken immer im Blick.

Bild

Ein grandioses Bild wenn im Licht der untergehenden Sonne die Feuchtigkeit nach oben steigt.
Mit solch einer Umgebung, lässt es sich gleich nochmal so gut einschlafen.

Nur dass dieser Schlaf nicht lange währt. Gegen zwei Uhr in der Früh, werde ich durch das laute Getöse von Donner und Blitz aus dem Schlaf gerissen. Es regnet fürchterlich. Wie immer in solch einer Situation, bin ich glücklich und zufrieden mein Tarp dabei zu haben. Der Platz ist einigermaßen geschützt, so dass ich mich auch vor Blitzschlag nicht allzu sehr fürchten muss. Atze dagegen pennt als wenn ihm das alles nichts anginge.

Bild

Der Morgen erwacht, so wie sich der Tag gestern Abend verabschiedete. Ein spektakuläres Feuerwerk von Farben zauberte die Natur, so das es einen fast die Sprache verschlägt.

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Bild

Da es in der Nacht so geregnet hat, ist es jetzt am Morgen besonders angenehm, wenn die Sonne versucht
alles wieder schnell trocken zu bekommen.

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Im Spiel der Sonne.

Bild

Ein Blick aus dem Zelt sagt mir, - bleib mal lieber liegen und schlafe noch ne Runde.
Ist jedoch leichter gesagt als getan, wenn man den menschlichen Drängen nachgeben muss.

Bild

Sieh mal einer an, hier lässt es sich richtig gut aushalten. Hoffentlich kommt der Alte nicht
gleich wieder.

Bild

Sieht es doch tatsächlich so aus, als ob sich der Himmel wieder zuziehen will. Es hat in meinen
Augen genug geregnet.

Bild

Der perfekte Kocherplatz. ich werde uns erst einmal Frühstück machen.


Bild

Wozu so ein Geländer doch alles gut ist. Ich habe mein Tarp zum Trocknen aufgehangen.
Es dauerte nicht lange und es war trocken.

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Hmm, was der Alte wieder treibt.

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So schön Urig es hier ist, langsam müssen wir heimwärts gehen.
Die Sachen sind getrocknet und verpackt.

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Mehr Stein statt Geld geht es den Weg nach Hause.

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Sternenstaub
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Re: Der Berg ruft und nimmt.

Ungelesener Beitrag von Sternenstaub » Fr 22. Jun 2012, 21:29

ein sehr schöner Berichte, Atze. Hab Dank.
um eine Provokation als solche zu erkennen bedarf es auch eines gewissen Scharfblicks.(Sternenstaub)

Atze

Re: Der Berg ruft und nimmt.

Ungelesener Beitrag von Atze » Fr 22. Jun 2012, 21:56

Freut mich wenn er gefällt, Danke.

troubadix
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Re: Der Berg ruft und nimmt.

Ungelesener Beitrag von troubadix » Do 28. Jun 2012, 01:27

Wunderschöne ruhige Bilder. Danke

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Südhessischer
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Registriert: Di 2. Aug 2011, 14:47
Wohnort: Gerauer Land

Re: Der Berg ruft und nimmt.

Ungelesener Beitrag von Südhessischer » Do 28. Jun 2012, 06:42

Wenn man das schöne finden will kann man das! Schöner Bericht!

Andreas
WerWillDerKannWennErKannWieErWill

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