Reisebericht Rumänien 2012

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milestone

Reisebericht Rumänien 2012

Ungelesener Beitrag von milestone » Sa 8. Dez 2012, 16:52

WIchtig: das ist ein reisebericht, kein bilderbuch!!!!

Rumänien 2012
Dieser Bericht enthält Schreibfehler, weil ich zu faul bin sie raus zu nehmen und zu faul bin die
Hochstelltaste zu drücken.
Wie alles begann
vor etwas mehr als einem Jahr lass ich etwas über die Karpaten und informierte mich halbherzig
über die Südkarpaten. Schließlich suchte ich nach einem Reisepartner und fragte K. Ob sie nicht
Lust hätte in einem Jahr mit mir dahin wandern zu gehen. Sie sagte sofort zu. Wohl unter Alkohol
stehend, denn es war eine Feier auf der ich fragte.
Im laufe des folgenden Jahres wurden Karten organisiert, Routen zurecht geplant und die ganzen
Vorbereitungsdinge wie Flug buchen erledigt. Wir wählten Lufthansa von Berlin nach Bukarest.
Interessant, das es den Berliner Flughafen, von dem der Flug gehen sollte noch immer nicht
existiert.
130 € hin und rück kostet der Spaß + Bus.
In der Startwoche folgten die letzten Klärungen wie Hostel und letzte Einkäufe.
Dann ging es los. Mein Telefon klingelt.... 5 min vor dem Wecker. K. Rief an und faselte was von
woanders einsteigen , aber sie würde auf jedenfalls mitkommen. Für mich klappte alles reibungslos.
Bahn bis Hbf und dort in den Bus. Und wirklich, K. Stieg eine Haltestelle später in den Bus. Da
saßen wir, vereint... 3 stunden nach Tegel fahrend. Und ich, wie es Brauch ist, Bier trinkend. Auf
dem Flughafen K.´s typische Zeitpanik führte uns sofort zum Ticketautomaten. Danach verpacken
der Rucksäcke und Aufgabe.... das Gewicht war wie erwartet... 16,5 und 17,5 kg. Als Handgepäck
dienten formvollendete plastetüten der modelables Hungrig & Mürisch sowie Reve.
In Bukarest gelandet trieb uns die Zeitangst zu einem etwas teurerem Taxi Dies wollte dann 65 lei
für die fahrt zum Hauptbahnhof gara de nord. Wie sich später herausstellte, wäre es mit einem
anderen Taxi oder gar dem Bus wesentlich günstiger gewesen, aber das war in dem Moment
unwichtig. So kauften wir am Bahnhof noch fix die Tickets, etwas zu beißen, etwas Bier und
Zigaretten Rauchten 2oder 3 und waren schon auf dem weg der 5 stunden fahrt nach sibiu. Es
sollten knapp 300 km werden. Vorbei an den Feldern durch den Karpatenbogen, über busteni,
sinaia, Brasov nach sibiu. Also bisher alles gut getimet. Wir waren zufrieden. Wir sahen aus dem
Fenster, und/ oder spielten Karten oder lasen die Bild aus dem Flieger
In sibiu angekommen stürzten wir fast buchstäblich in das Nachtleben Es war finster und die
Beschreibung zu dem Hostel äußerst... sagen wir gut, aber die Wege schlecht (wie wir tags drauf im
hellen sahen) so nahmen wir einen kleinen Umweg, und liefen der Karte nach durch dunkle Gassen
Nicht jedoch ohne uns vorher am Bahnhof noch ein Sandwich zu genehmigen. Am Hostel liefen wir
glatt vorbei, denn Hostelschilder sind so groß wie Briefmarken Nach dem finden und einchecken
war alles gut, wir tranken noch einen schlummertrunk und gingen nach kurzem Palaver mit den
anderen Gästen schlafen.
Am nächsten morgen, nach kaffeeartigen Getränken gingen wir in die Stadt, sahen uns die Altstadt
an, aßen gogoschi, tranken Bier auf der Stadtmauer und kauften letzte rester sowie Postkarten ein.
Wir fanden einen tollen Markt mit Tomaten, die nach Tomate schmeckten und deckten uns auch
damit noch ein. An der Tankstelle, die wir auf der suche nach Benzin für den Kocher fanden, wurde
uns gratis von einer netten Dame mit knapp einem Liter Sprit ausgeholfen, da dort nur
Tankautomaten standen und die Dame hinter dem Tresen äußerst unkooperativ war. Es sei gesagt,
was ich nirgends Spiritus gefunden habe, weder in Brasov, noch in sibiu. Einzig Gas wäre noch in
den Sportläden zu finden gewesen. Somit war der Benzinkocher doch das richtige mittel der Wahl
Dann begann das packen. Achso. Karten sollte man lieber vor Ort kaufen. Die große fagaras Karte
kostet dort 20 lei, statt 11 Euro in Deutschland Es gibt auch ein deutsches Café mit Buchhandlung
in sibiu. Das packen war interessant. Das Futter wurde aufgeteilt und ich gab das kocherzeugs ab.
Dazu kam das Wasser.. viel viel viel Wasser.. ungungelogen kamen wir zusammen auf 13,5 Liter..
ich trug 5,5 davon und K. 6 Liter Das machte dann für sie so 18-19 kg und für mich... rechnerisch
25 kg dazu hatte jeder noch Kleinkram, wie Foto, Brustbeutel, GPS usw.
auf dem Bahnhof wieder die Zeitpanik Sie führte dazu, das wir 15 min zu früh in dem vollen Zug in
der sonne saßen und brüteten.... nach 45 min war dann turnu rosu erreicht. Hier wurde das GPS an
geschmissen und wir folgten dem Zauberkasten in die Wälder Die Hosen kurz und die Jacken aus.
Bisher war nichts markiert. Also folgten wir der Schotterpiste in den Wald Vorbei an einem in
Renovierung befindlichen Kloster und anderen kirchlichen Stätten Dann hörte die Straße auf. Und
der aufstieg begann. K. Sah etwas entsetzt aus, als sie das sah. Der weg war ein Vorzeichen, dessen,
was noch kommen würde. Geröll, steil, und mehr ausgespültes Bachbett, als weg. Und so
schraubten wir uns durch den Wald auf den ersten Sattel Dort machte ich die einzige Bekanntschaft
mit einem rauchendem Schäfer, alle weiteren wollten lieber essen, oder sie waren zu weit weg, als
dass sie was wollen konnten. Nach kurzer rast ging es einen etwas gemütlicheren Waldweg weiter
nach oben. Langsam wurde es finster und so breitet man sich auf einem kleinen Hügel neben dem
weg aus und baute den Bunker auf. Es war ein ebener platz auf Heidekraut und
Heidelbeersträuchern Die Zeitpanik wich nun der Bärenpanik Mir war zwar etwas unwohl, aber ich
war zufrieden. K. War da etwas ängstlicher und bat mich, das essen doch etwas weiter weg zu
deponieren. Nun ja, wir wissen ja, das Bären eine gute Nase haben, und somit wären zuerst die
Vorräte und danach wir dran gewesen... je nach dem woher der Bär kommt, vielleicht auch
andersrum. Aus sorge um Waldbrand wollte ich an der stelle nicht kochen und so gab es Brot mit
Salami Danach betteten wir uns zur ruhe.
Distance ca. 8 km
Total climb 850 m
Total descent 33 m
Lowest point 368 m
Highest point 1185 m
nun, die Nacht kam kein Bär Also machten wir Frühstück, packten zusammen und 9 Uhr ging es
wieder auf die Piste.. durch den Wald weiter auf die erste Wiese und dann weiter nach oben, wir
hatten immer noch jeder 3 oder 4 Liter Wasser..
auf dem roten band angelangt und fortgeschritten lief dann aus einer quelle direkt neben dem weg
das Wasser Da hätte ich fluchen können. Da schleppt man Wasser auf den Berg, obwohl es von da
runter fließt. Unterwegs trafen wir einige Tschechen und auch 3 deutsche Jungens Wir nennen sie
mal Tick Trick und track. Diese sollten für einige tage unsere Wege ab und an kreuzen. Bzw. unsere
Wege waren die gleichen, nur überholt man sich eben gegenseitig. Der weg ist mal steinig, mal
leicht kletternd, mal Wiese, meist aber steinig. Am Abend gelangten wir zum lac avrig. Einem
Gletschersee auf 2011 Meter Höhe Blöd nur, das er keinen frischwasserzulauf hat. Also wurde das
Trinkwasser gespart und das Seewasser gefiltert und abgekocht um damit essen und Tee zu machen.
Mir ging es an dem Abend weniger gut. Ich ließ mir alles nochmal durch den Kopf gehen. Wirklich
alles. Ich vermute, mir hat die sonne trotz Hut einen klatsch verpasst. Denn K. hatte nichts und der
Speiseplan war der gleiche. So gingen wir zu Bett und ich habe sehr unruhig geschlafen.
Ursprünglich wollten wir noch baden, aber die sonne war dann recht schnell verschwunden und
damit war es doch recht kühl und das Wasser durch die herannahenden gefühlten 5000 Schafe nicht
mehr ganz so verlockend. Die Daunenjacke macht sich hervorragend abends vor dem Zelt und
nachts als Kopfkissen
Tick Trick und track zelteten an dem gleichen See
Distance 13.5 km
Total climb 1261 m
Total descent 438 m
Lowest point 1173 m
Highest point 2318 m
zum nächsten Tag fällt mit nur ein, dass es mir echt dreckig ging... mir fehlte jegliche Energie,
kaum geschlafen, kaum Nahrungsaufnahme, einfach matt. K. Erkannte dies und als es zum Wasser
holen ging erklärte sie sich bereit an dem refugi kurz vor dem serbota mehr als eine stunde dem
Wasser beim tröpfeln zu zu sehen. Ich wickelte mich derweile in Regenjacke und plane und machte
ein kleines Schläfchen. Es tat sehr gut, danach ging es mir auch irgendwie besser, so dass wir den
serbota in angriff nahmen. Auf 2331 Meter hoch. Wie immer wenig Serpentinen, viel Geröll und
steinig und so schnauften wir nach oben. Oben angekommen trafen wir einige einheimische
(zumindest vermute ich das) mit einem sehr sportlichen Begleiter Wie sich später herausstellte sei er
wohl Tourist guide. Sie wollten noch bis zum lacul caltun da es dort ein refugi gibt. Auf der Karte
nicht weit, denk ich mir. Nur 6 km. Denkste.... es kommt immer anders. Denn der Grat zwischen
serbota und negoiu erfordert Trittsicherheit und auch ein wenig Kletterkönnen trotz der installierten
Drahtseile, was mit vielen kg auf dem rücken nicht immer leicht fällt. So hielten wir mehrmals an
und ich holte das Gepäck einzeln. Mittlerweile war klar, dass es heute so nicht weiter geht. Und da
springt einem doch die ganze zeit weiter unten eine Wiese mit Bach und kleinem See ins Auge Also
wird beschlossen, dass wir absteigen... auch wenn es morgen wieder aufstieg bedeutet. So
schlängeln wir uns über Steine, wiesen, Geröll und Felsabbruch runter auf eine schöne liebliche
Wiese auf 1968 Meter Wir waschen Wäsche, kochen, und lassen den Abend recht fix wegen des
allabendlichen Windes ausklingen. Und wer kommt da noch an... Tick Trick und track. Sie zelten
etwas oberhalb von uns und machen auch keine anstalten uns zu besuchen.
Distance 6.83 km
Total climb 697 m
Total descent 730 m
Lowest point 1968 m
Highest point 2282 m
am nächsten morgen, das übliche, aufstehen, kochen, essen, packen. Dauert alles in allem ne stunde
bis die Abmarschbereitschaft hergestellt ist. So dass wir fast immer gegen 9 Uhr loslaufen. Daran
wird sich auch selten etwas ändern.
Auf dem GPS steht ein weg … nun ja osm maps sind nicht immer die genauesten, das wird uns
noch leidlich verfolgen. Trotzdem finden wir das rote Dreieck, was uns den weg durch den Hang
weist. Mehr kletternd als laufend kämpfen wir uns mir vollen Wasserreserven den Hang auf den
Sattel Kletternd geht es weiter auf den negoiu. Dieser ist mit 2535 unser bisher höchster gipfle und
soll es auch bleiben. Nach der Gipfelrast sehen wir auch lac caltun. Der wäre gestern wirklich nicht
mehr zu schaffen gewesen, zumindest nicht in erträglichem Maße Der abstieg sollte ursprünglich
die Drachenschlucht beinhalten. Aber diese ist vor einiger zeit eingestürzt. K. Wollte lieber den
sicheren weg gehen, also nahmen wir den kleinen Umweg über die Damenschlucht Diese ist mit
ketten übersichert und gut gängig. Am See angekommen genießen wir bei eisigem Wind ein paar
Riegel und eine Büchse tuna fisch. Danach geht es wieder hoch, dem roten band folgend. Die ganze
zeit über ist der weg gut markiert Langsam wird das Wetter unschön, Wolken ziehen auf und wir
kleiden uns in die Regensachen Von hier sind es noch 4 stunden bis zum balea lac. Dem See, an
dem auch die Trans fagaras durch geht. Unterwegs treffen wir noch die Gruppe vom serbota. Sie
sind gestern mit Stirnleuchten halb zehn an dem refugi gewesen. Das bestätigt uns nochmal, dass
wir noch später da gewesen wären.
Gegen 18 Uhr erreichen wir dann endlich nach einem ordentlichen abstieg den balea See Ich
besorge Bier und schaue nach einem Zeltplatz Dieser findet sich nach einigem fragen hinter der
Cabana. Wir trinken unser Bier und bauen das Zelt auf. Es wird einhellig beschlossen, essen zu
gehen und nicht zu kochen. Welch eine wohltat nach dem Tag Wer kommt da im Dunkeln
vollkommen knülle herein? Donalds Neffen. Nach einigen Bier und gutem essen reicht es dann aber
und wir gehen zurück zum Zelt Doch... wo ist es? Dichter Nebel... wirklich dichter Nebel lässt uns
3 mal an einer stelle vor einem Abgrund oder einer wand stehen. Da plötzlich reflektierende
Zeltleinen und wir finden unser Zelt, lachen und als sich der Nebel etwas verzeiht, steht keine 3
Meter neben meinem Zelt ein weiteres. Dunkelheit und Nebel verschlangen es einfach. Am
nächsten morgen standen da übrigens 6 weitere zelte... die wir nicht sahen. Soviel zum Nebel im
Gebirge Später abends noch kamen Donalds Neffneven und andere gut alkoholisierte Menschen
und es bedarf einiger Worte meinerseits, sie dazu zubewegen ihre hose wieder hochzuziehen und
mit den fussballiedern aufzuhören. Gegen 2 Uhr war dann aber ruhe.
Distance 10 km
Total climb 1100 m
Total descent 1050 m
Lowest point 1968 m
Highest point 2535 m
jetzt wird es spannend. Balea lac. Viel gehört und doch nicht so eingeschätzt. Hier findet man neben
Souvenirs aus chinesischer Produktion, Handschuhen, Mützen, einheimischen speisen und Steinen
sogar Batterien Allerdings nicht ein Stück Ausrüstung für die berge, außer Taschenmesser aus
vorgenanntem Land Es gibt eine Seilbahn, ein 3 Sterne Hotel, die Cabana, diverse Händler, die
Station des gebrigsvereins und einen Handysendemasten Ursprünglich wollten wir einen Ruhetag
machen. Aber so viel hat der See,oder besser das Tourismuszentrum nicht zu bieten. ( in der Cabana
kann man übrigens mit Kreditkarte zahlen) duschen kostet 15lei und der Zeltplatz hinter der
Cabana, auf der sich auch allerhand Müll wie Windeln und Konserven findet, kostet auch 15 lei,
sofern man so ehrlich ist, diese zu bezahlen. Wir aßen nochmal in der Cabana. Diesmal mamaliga
und Cevapcici, was ein Fehler war, denn diese waren außen durch und innen roh. Danach blieb ich
bei Suppe oder snitel pane. Da sich das Wetter besserte und auf der Karte unweit des Sees ein
weiterer See eingezeichnet war, verwarfen wir die ruhetagspläne und stiegen am frühen Nachmittag
wieder auf zum roten band. Oben angelangt sehen wir sofort den See lacul capra und nach einem
kurzen abstieg erwartet uns das Paradies Kein Mensch, ein Frischwasser Zulauf zum See, ein
Ablauf zum Wäsche waschen, eine schöne Wiese Wir bauen auf, waschen und gehen nochmal
spazieren den morgigen weg ansehen. An dem See steht auch ein Denkmal Ob es noch im Bau ist,
oder ob der Bau abgebrochen wurde lässt sich nicht erkennen. Es scheint jedoch ein
Bergsteigerdenkmal zu sein. Nun hat sich gestern ein leck in der Isoliermatte von K. Gezeigt.
Notdürftiges flicken mit Panzerband half nichts … also erneuter versuch... doof nur, wenn der
Kleber meines Reparatursets eingetrocknet ist. Aber da sehe ich 2 zelte und vermute aufgrund der
Marken, das es deutsche sein müssen. ( vaude und irgendeine Kuppel) also schicke ich k. Los mit
den Worten, dass sie Frauenbonus hätte und zu den deutschen Jungs gehen solle. Sie kam grinsend
wieder. Es war nur ein polnisches Mädchen da.... ups... aber die brachte die flicklösung mit. Auf der
Packung steht was von 2 stunden warten. Die Erfahrung zeigt: es geht bei Wind auch in 30 min. :)
die matte hielt den Rest der Tour dicht. Moral der Geschichte: vergiss Flickzeug nicht, oder nimm
eine schaummatte ( kommt auch wieder in meinen Ausrüstungspool). Nach dem essen ging es dann
ins Zelt Feuer machen ist einfach nicht ohne Holz, der Wind treibt einen eh immer rein und müde
machen die berge auch. So waren wir meist kurz nach dem dunkel werden im Zelt
Distance 2 km
Total climb 305 m
Total descent 90 m
Lowest point 2025 m
Highest point 2319 m
die üblichen Morgenrituale haben sich eingestellt. Alles läuft. Jeder kennt seine aufgaben, seinen
Rhythmus, alles ist aufeinander eingespielt. So liebe ich das. Und wie immer kommen wir gegen 9
Uhr los. Herrliches Wetter, vom Wind gestern Nacht nichts mehr zu merken. Der weg sieht gut aus
und wir sind motiviert. Wir laufen fröhlich los. Was sehen da unsere Augen 2 Radfahrer.. ohne
scheiß 2 junge Kerle Mitte 20 mit Fahrrädern Sie tragen oder schieben die Dinger fast die ganze
zeit. Man merkt es ist Wochenende und tolles Wetter Auf dem weg ist echt viel los.
Touristengruppen, Tageswanderer und eben verrückte mit Fahrrädern So laufen alle den weg vom
oder zum moldoveanu. Dem höchsten der Südkarpaten und dem höchsten gipfle Rumäniens
Irgendwann am Fusse des Gipfels fällt uns auf, dass wir die letzten der reihen sind. Der weg bisher
ist wie immer, steinig, teils mit Drahtseilen gesicherte Grate (keine Klettersteige, sondern die seile
dienen als Geländer zum festhalten), eben gebirgig. Hoch und runter... nach dem aufstieg auf den
Vorgipfel, den vistea mare mit 2524 ist uns beiden die Lust auf den nur paar Meter höheren
moldoveanu vergangen. Scheiß auf die paar Höhenmeter, mehr sieht man von da auch nicht.
Stattdessen steht uns der abstieg zum refugi vistea bevor. Als wir da ankommen steht da ein Schäfer
und unterhält sich mit einheimischen Wanderern, ich biete ihm eine Zigarette an, aber er lehnt auf
Grund seines Gesundheitszustandes ab. Stattdessen bekommen wir mit, wie er Lebensmittel
annimmt, so geben wir auch etwas von unserem noch immer üppigen Nahrungsangebot ab. Im
Gegenzug erklärt er uns wo es Wasser gibt, und so bleibt k. Bei den Sachen und richtet das lagre
und ich besorge Wasser Dies bedeutet hier mal eben 1,5 km hin und den gleichen weg zurück. So ist
das eben in den bergen. Manchmal muss man hundert Meter runter und wieder rauf. Wobei wir bis
auf die Nacht am lac avrig auf der fagarastour keine Wasserknappheit hatten. Wieder am refugi
angekommen, kochten wir essen und bereiteten das Nachtlager in der Hütte Die wenigen
zeltfähigen stellen waren entweder zugig, uneben oder vermüllt oder alles zusammen. Schön war es,
mal bis zuletzt warmes essen in dem Alutopf zu haben. Später kamen noch einige andere und
zuletzt waren wir zu 5. in der Hütte, alle Nachkömmlinge entschieden sich fürs zelten oder weiter
ziehen. Der Nachteil der refugis ist die Liegefläche von 1,80 Metern.. d.h. Die Füße baumeln in der
Luft, wenn man sich ausstreckt. Die Nacht war... durchwachsen. Jeder musste mal raus.
Distance 14 km
Total climb 1284 m
Total descent 1244 m
Lowest point 2042 m
Highest point 2524 m
es ist neblig und ich habe schlecht geschlafen. Also Regenhülle drüber. Nicht wegen des Regens,
den es nicht gab, sondern wegen der Sicht. Bei Sichtweiten von 20 bis 30 Metern verliert man sonst
schnell den anderen aus den Augen. Und die neongrünen Regenhüllen verhindern dies deutlich. Wir
treffen diesmal nur sehr sehr wenige Menschen unterwegs. Und wir kommen gut voran. Der Weg ist
gut und einfach, kaum Kletterstellen, keine Gratwanderei und nur wenige Anstiege. Das Ziel für
heute heißt Refugi Zarna. Alles läuft. Und wir laufen teilweise auf Wiesen und Sätteln. Es ist alles
recht angenehm. Und so sind wir recht ereignislos gegen 15 Uhr an dem Refugi. Das Wetter hat
längst aufgeklart und es scheint die Sonne. Unterwegs treffen wir einen Mann, der recht panisch
nach Wasser fragt, ich antworte mit 3-4 Stunden. Wahrheitsgemäß. Was uns verwirrt ist, dass es nur
15 min von dem Refugi Wasser gibt. Er aber scheinbar den Umweg nicht in kauf nehmen wollte.
Wir kochen in der Hütte und beschließen doch noch weiter zu laufen, wir sind fit und der Weg sieht
laut Karte sehr gut aus. Und so war es dann auch. Gegen 18 Uhr sind wir an dem kleinen
kuppelartigen Refugi angekommen. Wasser haben wir unterwegs auch nochmal gefunden, so dass
wir dahingehend keine Probleme verspüren. In der Kuppel wird essen gemacht, dann noch geredet
und die üblichen Rituale wie Buch schreiben werden vollzogen. Mittlerweile sind auch die
Rucksäcke leichter. Weniger Essen, weniger Wasser, einige Blasenpflaster sind raus und einige
Batterien für das GPS und den Foto von K. sind weg.
Als kurzen Einwurf kann ich sagen, dass ich nur bereue, das Schuhwachs mitgenommen zu haben.
Die Fleecehose hätte ich vielleicht auch nicht gebraucht. Aber sie leistete K. gute Dienste. Auch die
Redundanz mehrerer Messer hätte man sich schenken können. Das Zelt war mit seinen 5,1 kg sicher
kein Leichtgewicht, aber so hatte ich die Sicherheit eines definitiv sturmstabilen Geodäten, welcher
sehr geräumig ist für 2 Personen die sich nicht lieb haben.
Was sich läppert ist der Kleinkram auch wenn sich das Zeug aufteilt. Klebeband, Akkus, Karten,
Batterien, Kartentasche, Verbandsgelumpe, Wäscheleine, 1 paar Socken zu viel, Gewürze, Münzen,
Ausweisdokumente, Handschuhe (nie wirklich gebraucht, aber einmal angenehm), GPS,
Fotoapparat, Seife, Rasierer, Sonnencreme, Plane, Brustbeutel, Kartenspiel, Folie, Tüten, Hirnbirn,
Wasserfilter, Postkarten, Kompass, Messer, Sonnenbrille plus Etui, usw...
Am Abend kommt noch ein Solowanderer daher, ein Deutscher. Er zeltet aber gut 150 Meter weiter
weg. An dieser Stelle ist auch der Abzweig in das Izer Gebirge, dass ich evtl. mit auf dem Plan
hatte, aber ich wollte das nach Verfassung und Laune entscheiden. Man entschied sich für das
Absteigen und erst mal kein weiteres Gebirge.
Distance 22 km
Total climb 1252 m
Total descent 1417 m
Lowest point 1906 m
Highest point 2404 m
Morgens wie immer und Aufbruch gegen kurz vor 9 Uhr. Die Nacht im Refugi war angenehm.
Allerdings tropfte immer etwas Kondenswasser herunter. Dies erklärt auch die feuchten Stellen in
dem Refugi bei unserer Ankunft. So liefen wir den recht guten Weg weiter und kamen so gut voran,
dass wir den Abzweig in das Tal nach Norden verpasst haben, da auch keine Ausschilderung mehr
kam. Also abstieg nach Plaiul Foii. Nun ja. Wie bereits gesagt, OSM Karten sind nicht immer das
Wahre. Denn der Weg der dann auf dem letzten Sattel runter in den Wald angezeigt wird, ist in dem
Sinne kein Weg. Zuerst schlägt man sich quer durch den Wald weglos immer den Hang hinunter
und dann läuft man ein Bachbett lang. Erst im wesentlich weiter unteren Bereich ist grob ein
Trampelpfad zu erkennen. Dies kostete einiges an Nerven. Und ich gebe zu, dass auch ich sehr
erstaunt über diese Wegführung war. Nach einem Blick auf die Karte wussten wir aber, dass wir
dem Bach zu folgen hatten und dann auf eine Straße kommen würden, was sich auch bewahrheitete.
Also liebe GPS-OSM-Freunde. Bitte checkt eure Wege.Denn bei mehr Wasser nach Regen oder
Schneeschmelze kann man diesen Weg vergessen. Wir kamen dann an die Forststraße und die ging
es dann etliche km entlang leicht abfallend zur Cabana. Nach Check der Zeltmöglichkeiten und der
Örtlichkeiten aßen wir in der Cabana und bauten das Zelt auf einem Stück Wiese neben dem
Parklatz auf. Die Cabana ist weniger eine Cabana, eher ein Restaurant mit Zimmervermietung, sehr
gut hergerichtet, und sehr auf Touristen bedacht, es ist keine Berghütte im bekannten Sinne. Die
Portionen sind klein aber lecker. Die Preise und das Angebot sind dem Publikum angepasst. So
kostet ein Snitel pane 24 lei und dazu noch die Beilage. Das Bier bewegt sich bei 5 bis 6 Lei. So
speisten wir und genossen einen genialen Blick auf den Königstein. Dennoch wollten wir erst mal
runter nach Brasov auch wenn der Kamm schon echt toll aus sah. Nach dem Zeltaufbau tranken wir
noch ein paar Bier und Glühwein und gingen dann schlafen.
Distance 29 km
Total climb 668 m
Total descent 1925 m
Lowest point 845 m
Highest point 2232 m
Nach Aufstehen und Abbauen liefen wir weiter die Str. vorbei an netten Ranches und Gehöften
Vorher verbrannte ich jedoch noch meine Socken. Die waren einfach durch und es waren eh ganz
normale Tennissocken Irgendwann hielt ein Hundefänger an mit 3 Insassen und versuchte uns klar
zumachen, dass er uns nach Zarnesti fahren würde. Für 10 Lei. Angesichts der späteren Buspreise
zwar Wucher, aber was solls. Er bekam auch nur 8 lei. Denn mehr hatten wir nicht :) Im Grunde
war es ein alter dacia mit GFK Kastenaufbau hinten drauf. Auf der Ladefläche lag eine Matratze...
Uns wurde erklärt, hinten platz zunehmen. Also Rucksäcke rein, und wir hinterher. Und ab ging die
fahrt,oder besser der Rodeo-ritt Über die Schlaglochpiste, den Ziegenherden ausweichend und mal
den Schlaglöchern ausweichend, mal ne Vollbremsung, mal Vollgas Festhalten ging nicht, da der
ganze Aufbau schepperte und wackelte. Also mit den Händen abstützen wie es nur geht und warten
bis man da ist. Da ich wirklich nur noch 8 lei hatte musste sich der Fahrer damit zufrieden geben.
So kamen wir an der Busendhaltestelle in Zarnesti an. Angemerkt sei, das es in der nähe von
Zarnesti Europas größtes Schutzreservat für Braunbären gibt. Dies ist aber nirgends vermerkt oder
ausgeschildert, so dass ich diese Info auch erst zu hause erlangte. So sahen wir auf der reise keinen
lebenden Bären In Zarnesti holte ich erst mal Geld, da wir jetzt wirklich blank waren. Danach
stiegen wir in den wartenden Bus und befanden uns ca. 50 min später am autogara 2 in Brasov. Wie
nun weiter? Ab hier habe ich nicht mehr geplant... ich wollte es auf uns zukommen lassen. Also das
Handy angeworfen, Navigon gestartet und nach wichtigen Touriinfos gesucht. Einzig der parcul
central wurde angezeigt. Also was solls. Parcul central klingt nach Zentrum... ich war irgendwie
trotz navi der Meinung falsch zu sein. Doch es stimmte, wir kamen nach 3 km am Rand der Altstadt
von Brasov an. Dort fragten wir uns grob durch und fanden eine Touristinfo. Touristinfos in
Rumänien ( sowohl sibiu als auch Brasov) sind sehr sehr sparsam mit den Infos Sie sagen dir zwar
ungefähr wo ein Hostel ist, aber geben keine Adresse mit... also laufen wir... und nach 20 min
stampfe ich erbost wieder in die Info und bitte um die Adresse Da gibt uns die Dame einen Flyer
mit. ( hätte man doch gleich machen können) am Hostel, nach weiteren Irrwegen angekommen,
erfahren wir, das selbiges voll ist. Danke liebe Touriinfo. Die Hostelmanagerin rief aber fürsorglich
ein weiteres Hostel an und gab uns die Adresse So fanden wir recht fix das Hostel jugendstube. Es
heißt wirklich so. es ist sauber und kostet inkl. Frühstück 10 Euro pro Bett Zeltplätze wären
wesentlich weiter außerhalb gewesen, so dass wir dieses Angebot annahmen. Es ist sauber, die
betten, duschen und auch alles andere ist in Ordnung Nach Reinigung der Körper und Kleidung
sahen wir uns einen teil der Altstadt von Brasov an und gingen essen.
Bei den gelaufenen km würde ich 12 schätzen, jedoch hatten wir den Zauberkasten an dem Tag
nicht an. Mein Eindruck von mehreren tagen Kronstadt: eine interessante Altstadt, aber wie
Hermannstadt nur sehr klein, der Rest ist Neubau Somit kann man ohne Museumsbesuche die Stadt
an 1-2 tagen komplett abhaken. Es finden sich sicherlich noch kleine ecken, die ich nicht
einschätzen kann. Dennoch ist das mein Eindruck als Tourist Über die Stadt selber und unsere
Erkundungstour möchte ich mich weniger auslassen. Grundsätzlich blieben wir meist innerhalb der
alten Stadtmauern, bzw. in deren Umland Mehr kann man sicherlich entdecken, wenn man sich
eingehender informiert. Da Brasov für mich aber mehr eine Zwischenstation statt ein ziel war, tat
ich dies im voraus genau sowenig wie für sibiu.
Noch eine Anmerkung zu den Zeitangaben auf den schildern im fagaras. Wir hatten den Eindruck,
die angaben sind für Tageswanderer mit leichtem Gepäck und gut in Form Wir brauchten meist eine
stunde länger als angegeben, zumindest wenn es bergauf ging. Im Königsteiner Gebiet stimmten die
Zeitangaben ziemlich genau mit unseren Zeiten überein. Vielleicht waren wir da besser in Form
oder die Zeiten sind besser bemessen.
Tags darauf machten wir unsere Burgentour. Zuerst Burg Rosenau (Rasnov) und danach bran. Bran
ist wirklich sehr Touristisch. Man findet stände mit käse und unzählige mich Souvenirs aus
chinesischer Produktion Vielleicht hätte ich mir doch einen Stein aus Brasov und einen
Wollpullover aus Rasnov mit nehmen sollen, aber so richtig lachte mich nichts wirklich sofort an.
Wir kehrten nach Brasov zurück und aßen eine preisgünstige aber nachhaltige Pizza, wir hatten
beide danach Magenprobleme Auf der Busfahrt bekreuzigte sich eine Frau in den mittleren Jahren
mehrmals als sie im Bus stand. Das war nicht das einzige,mal, das wir so etwas in öffentlichen
Verkehrsmitteln sahen. Auch ziehen einem die Rumänen den Teller unter dem essen davon, sobald
sie den Eindruck haben, der Teller sei leer, auch wenn sich die Pizza noch in der Hand, statt in dem
Mund befindet. Dies zieht sich durch alle Restaurants, die wir besuchten. Der Spruch.. you´re
finish, can i take the plate?!!!! bohrte sich so in unser Gedächtnis
Da sich unsere Brennstoffvorräte langsam leerten versuchte ich immer wieder brennbares für den
Benzinkocher zu finden, doch weder dm, noch die gut sortieren Sportläden die von TNF bis millet
oder karrimor alles haben, führen Sprit Die Antwort war eher... eh alter, was willst du? Geh zur
Tankstelle, wenn du Sprit brauchst. Trotz dessen, das sie Benzinkocher verkaufen, für welche
gereinigtes Benzin empfohlen wird.Ich fand später in Zarnesti aber Lampenöl, mit dem der Kocher
auch läuft.
Wir machten noch Pläne für den nächsten Tag und sahen uns noch etwas von der Altstadt an, ehe es
zurück ins Hostel ging.
Am nächsten morgen ging es mit dem Bus zum autogara 2 und von da weiter nach Zarnesti. Wieder
vorbei an Rasnov und der Königstein rückte mehr und mehr in den blick. In Zarnesti ausgestiegen
folgten wir einfach der Straße Richtung Nationalpark Ausgeschildert ist zwar nichts. Aber mit Karte
lesen findet man den weg. Zunächst ging es über Asphalt, und anschließend über eine unbefestigte
str mehrere Kilometer in den Nationalpark, ehe der gelbe strich in den Wald abbog. An dieser
Abzweigung befindet sich eine quelle. Bzw. es kommt ein Rohr den Berg herunter. Aber das Wasser
ist gut. Ab hier ging es dem gelben strich und dem erkennbaren weg hinauf zur Cabana. Die
angegebenen Zeiten stimmten sogar, so dass wir 14 Uhr da ankamen und unsere mitgebrachte
Nahrung verzehrten. Die Cabana curmatura ist noch eine richtige Cabana, wie man sie sich
vorstellt, kleine Essensausgabe, wenige Gerichte, preislich im rahmen, rustikal eingerichtet, alte
Steigeisen, seile und Pickel an der wand und viel viel Holz So liebe ich das. Öffnungszeiten von 8
bis 23 Uhr und zimmer gibt es auch zu vermieten... auch diese sind rustikale Kabinen mit Ofen und
Etagenbetten mehr braucht es auch nicht. So verweilten wir gut eineinhalb stunden auf der Bank vor
der Cabana und k. Meinte, das das Gebirge so steil sei, da kann kein weg hochgehen. Nun, es gibt
doch Wege hinauf :). nach der Cabana geht es nur noch nach oben. Zuerst durch den Wald, dann an
der Felswand entlang. An dieser Felswand trafen wir dann ein paar deutsche Biologiestudenten aus
Göttingen, die hier so was wie ökoturismus betrieben. Zumindest sagte uns das einer von
ihnen.scheinbar war auch ihr Prof. dabei, ein man in den 50ern mit einem schmetterlingsnetz. Es
war ein interessanter Anblick Sie alle mit Turnschuhe oder leichten Wanderschuhen, wir mit vollem
Marschgepäck, schwitzend und den Bergstiefeln an den Füßen Aber wenn die da runter kommen,
dann kommen wir da auch rauf. Also ging es weiter. Kletternd und schwitzen im Abendlicht auf den
grat. Und diesmal ist es wirklich ein Grat Links und rechts sieht man die Steilflanken abfallen
Zeitweise geht es durch latschenkiefernwälder teilweise kletternd, teilweise wandernd den Grat
entlang. Nicht umsonst stehen für die 9 km des Grates 10 stunden auf der Karte Und so erging es
auch uns. Für den einen Kilometer auf dem Grat bis zur Übernachtungsstelle (wieder ein refugi, das
einzig erreichbare für uns) brauchten wir mehr als eine stunde. K. War fertig mit den knien und mit
dem Magen Sie hatte noch immer mit den Nachwehen der Pizza zu kämpfen. Mein Gedanke galt
dem Wasser Denn oben welches zu finden würde interessant werden. Das refugi zu finden ist
interessant. Wir umgingen zunächst einen gipfle und wunderten uns, wo denn die biwakschachtel
sei. Das GPS meinte 120 Meter Welcher Mensch baut denn eine Schutzhütte auf einen gipfle? Nun
ja, wenn es nirgends eine andere gerade Fläche gibt, die groß genug für eine solche Kuppel ist, dann
muss die eben wirklich auf den gipfle Und so fanden wir sie dann auch. Auf 2150 Metern Und nach
11,5 Kilometern Ich zog nochmal los um nach Wasser zu suchen... auch nach 200 Metern abstieg
war nichts zu finden, also wieder hoch und die schlechte Nachricht verkünden. Ich hatte irgendwie
keinen Hunger und so blieb es bei Tee und einer Dose Bier, die mit hoch gebuckelt wurde. Wir
machten es uns bequem und im Dunkeln kam dann noch ein Pärchen mit hirnbirn an und erbat
Einlass Also rückten wir etwas zusammen und fanden zu viert platz.
Distance 12,5 km
Total climb 1770 m
Total descent 392 m
Lowest point 746 m
Highest point 2150 m
da sich auf der Karte keine quelle direkt auf dem Kammweg befand, beschlossen wir abzusteigen.
Hinunter ging es steile Pfade über Geröll, an Stahlseilen entlang und wieder über Geröll Diese Art
von Geröll, bei der man sich gern mal hinpackt. Was wir beide auch regelmäßig taten. Schließlich
gelangen wir wieder an der Cabana an und genehmigten uns da eine Suppe + Cola / Bier
Anschließend stiegen wir weiter durch den Wald ab in das Tal Es war der gleiche weg, den wir tags
zuvor hinauf sind. An der Schotterpiste gibt es eine Camping und picknikarea. Das ist auch gut, so,
denn im Nationalpark ist zelten verboten. Und das gesamte Gebiet um den Königstein ist
Nationalpark Aus diesem Grunde kostet es auch 10 lei, wenn man an der Cabana zelten möchte. Die
campingaarea an der Straße ist aber augenscheinlich kostenfrei. Also Zelt aufgebaut und
gegammelt, bis alles zum Abmarsch bereit war. Da kam ein Mann in den sechzigern mit einem
Fahrrad, setzte sich auf eine der Bänke und machte Picknick Als wir vorbeiliefen, fiel von ihm das
Wort Schnaps Ich lehnte zunächst ab, aber k. Meinte, ich wollte doch sowieso mal einheimischen
Schnaps probieren. Also hin zu dem netten Mann und mit ihm Schnaps getrunken, er gab auch von
seinen Weintrauben ab und bot wein auch in flüssiger Form an. Zusätzlich meinte er auch, dass wir
von seinem Brot und Speck essen sollen. Dies lehnten wir dann dankend ab. Der Schnaps war echt
lecker und der Mensch äußerst nett. So liefen wir ohne Gepäck die paar km nach Zarnesti rein, noch
immer nicht wissend, dass es da ein Bärenreservat gibt. Wir liefen durch einen teil des Ortes, aßen
Brezeln und Hotdogs um anschließend zurück zu laufen. Wir machten kurz halt an einer weiteren
Cabana am Eingang des Nationalparks und liefen dann zurück zum Zelt Wie erwartet war noch
alles da und alles unangetastet. So kochten wir, aßen ohne Wind und gingen danach zu Bett
Distance 10km
Total climb 515 m
Total descent 1766 m
Lowest point 840 m
Highest point 2150 m
für den nächsten morgen stellten wir uns aufgrund der Zeitpanik den Wecker und waren gut eine
stunde vor Busabfahrt in Zarnesti. Dort gab es gogoschi als Frühstück und der Bus brachte uns
wieder zum autogara 2. von dort folgten wir dem navi für paar km dem weg durch die Stadt zum
Brasover Hauptbahnhof Nach Ticketkauf kauften wir noch etwas Grundnahrungsmittel ein und
warteten bei Sudoku auf die abfahrt des Zuges als wir das entsprechende Gleis suchten, standen da
mehrere Züge mit Bukarest als ziel. Nur jeder Schaffner wies uns zu einem anderen Gleis Bis wir
wieder da angelangte wo wir die ganze zeit warteten. Und da fuhr der richtige Zug dann auch ein.
Dann ging es die bekannte strecke bis zum gare de nord in Bukarest In dem Brasover Hostel lies
ich mir die Adresse eines Hostels in Bukarest geben. So liefen wir die knapp 2,5 km vom Bahnhof
durch das abscheulich herunterkommende Bukarest Überall bröckelt die Substanz An dem Hostel
angekommen, war es voll. Aber der Inhaber hatte Verbindungen und fuhr uns kurzerhand zu einem
(wohl verwandten) die auch ein Hostel betrieb. Den Abend verbrachten wir mit Stadtbummel durch
die Altstadt und essen in einem Restaurant mit fragwürdiger Angebotspalette Die Wäsche wurde
gewaschen, verblieb aber in der Maschine, sodass ein trocknen über Nacht nicht möglich war. Ja, da
sollte man noch etwas tun, wenn man den Waschservice schon anbietet. Nach einigen
Unterhaltungen mit angehörigen des Hostels und einigen Gästen gingen wir zu Bett
Am letzten Tag sollte der Flug nach Berlin gehen. Allerdings erst 15,45 Uhr So dass wir noch etwas
zeit hatten, so gingen wir auf die suche nach Souvenirs Aber die Rumänen haben es nicht so damit.
Und das Bauernmuseum haben wir nicht besucht. So dass wir zwar durch die Stadt liefen, aber mit
leeren Händen wieder am Hostel waren. Das Hostel bietet auch einen Flughafenservice an. Für 50 –
60 lei. Wir entschieden uns nach groben Überschlag, was denn ein Taxi für die strecke kosten würde
( knapp 30 lei) für den Bus ab gara de nord. Dieser kostete für uns beide nur 8 lei. Wer also nicht
nachts fliegt, und die zeit hat, sollte mit dem Bus fahren. Dieser braucht nur 15 – 20 min länger als
ein Taxi im Berufsverkehr. Auf dem Flughafen dann das einchecken und verpacken der Rucksäcke
k.´s war ohne das Futter ein Leichtgewicht 10,5 kg. Meiner noch immer bei 18 kg. Danach suchten
wir auch hier vergeblich nach Souvenirs Und hier machten wir den letzten Fehler auf rumänischem
Boden. Wir aßen nicht vor der Sicherheitsschleuse. Da wäre das essen wesentlich günstiger
ausgefallen, als bei burgerking im Abflugbereich. Die wollen selbst 70 ct für die majo haben. Auch
sind die Zigaretten teurer als draußen. Somit hauten wir die letzten lei für ein Menü einer
Fastfoodkette auf den Kopf und begaben uns noch immer ohne Souvenirs in den Flieger In der
Warteschlage stimmte ich das alte Volkslied an: „wenn das Flugzeug abstürzt sind wir alle alle tot“
dies gefiel einigen mitreisenden so sehr, zumindest als ich es im Flieger erneut anstimmte, dass sie
erfreut ihre köpfe nach mir drehten. Danach landen in Tegel und rennen aufgrund der Zeitpanik zur
Bushaltestelle Nun renne mal, in der einen Hand die plastetüte des Handgepäcks, und in der
anderen ein 18 kg Paket in frischhaltefolie eingewickelt. Na ja. Die Zeitpanik war unbegründet, so
tranken wir noch ein Bier und warteten auf den Bus Im Bus stimmte ich kurz das Traditionslied
„wenn der Bus umkippt, sind wir...“ aber es erfreuten sich nur wenige Leute daran.
Auf der fahrt selber erfreuten wir uns an den Handygesprächen einer mitreisenden, welche mit
Oma, und Mutter und ihrem freund telefonierte und versuchte zu verheimlichen, dass sie ihr Telefon
im Klo versenkte. Nebenbei spielten wir Karten und irgendwann kamen wir in Dresden wieder an
wo alles begann.
ende

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Sternenstaub
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Re: Reisebericht Rumänien 2012

Ungelesener Beitrag von Sternenstaub » Sa 8. Dez 2012, 17:32

danke, endlich noch ein Reiseberichteschreiber.

Dein Bericht gefällt mir, amüsant und anschaulich geschrieben und so sehr ich Bilder mag, fehlen sie mir hier nicht. Obwohl, wenn du ne Seite hast, wo K oder du Fotos eignestellt hat... ;)
um eine Provokation als solche zu erkennen bedarf es auch eines gewissen Scharfblicks.(Sternenstaub)

troubadix
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Re: Reisebericht Rumänien 2012

Ungelesener Beitrag von troubadix » So 9. Dez 2012, 02:07

außer Danke für deinen Reisebericht möchte ich nichts weiter sagen, da ich alle Aussagen Sternenstaub`s dazu teile.
Gruß Jürgen

Atze

Re: Reisebericht Rumänien 2012

Ungelesener Beitrag von Atze » Di 8. Jan 2013, 07:12

Hallo Erik,
schön Dich hier wieder zu finden.
Schöner Bericht, auch wenn die Fotos fehlen.

Gruß
Atze

milestone

Re: Reisebericht Rumänien 2012

Ungelesener Beitrag von milestone » Mi 9. Jan 2013, 00:07

hey atze, sorry, ich hab mittlerweile eine abneigung gegen das hochladen von bildern in öffentlichen foren. aber schön, dass er dir gefällt.

Atze

Re: Reisebericht Rumänien 2012

Ungelesener Beitrag von Atze » Mi 9. Jan 2013, 05:16

milestone hat geschrieben:hey atze, sorry, ich hab mittlerweile eine abneigung gegen das hochladen von bildern in öffentlichen foren. aber schön, dass er dir gefällt.
Das kann ja jeder halten wie er will, ich bleibe jedoch bei dem Grundsatz, Ein Bild sagt mehr als Tausend Worte.
LG
Atze

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Re: Reisebericht Rumänien 2012

Ungelesener Beitrag von Sápmi » Mi 9. Jan 2013, 12:12

milestone hat geschrieben:Dieser Bericht enthält Schreibfehler, weil ich zu faul bin sie raus zu nehmen und zu faul bin die
Hochstelltaste zu drücken.
Danke für die Vorwarnung. Erspart Menschen, die ihre Muttersprache respektieren, viel Zeit und Ärger. ;-)

Bilder würde ich mir aber angucken, wenn's welche gäbe. :mrgreen:

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Re: Reisebericht Rumänien 2012

Ungelesener Beitrag von Sternenstaub » Mi 9. Jan 2013, 14:11

och, ich fand den Bericht gut zu lesen und vor allem lesenswert. ;)
um eine Provokation als solche zu erkennen bedarf es auch eines gewissen Scharfblicks.(Sternenstaub)

Kokanee
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Re: Reisebericht Rumänien 2012

Ungelesener Beitrag von Kokanee » Mi 9. Jan 2013, 16:53

Sorry, ich würde es gerne lesen, aber in diesem Nicht-layout (ergo: Bleiwüste) geht das nicht online. Gibt es ein Problem mit Absätzen bzw. Leerzeilen?

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Peter
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Re: Reisebericht Rumänien 2012

Ungelesener Beitrag von Peter » Mi 9. Jan 2013, 17:09

Liegt am Beitragsersteller ;-)
Es wäre schöner zu lesen wenn man etwas sorglicher mit der Formatierung umgehen würde, das stimmt.

Peter

milestone als gast

Re: Reisebericht Rumänien 2012

Ungelesener Beitrag von milestone als gast » Mi 9. Jan 2013, 21:28

tja, das passiert, wenn man den text aus einer pdf kopiert und hier einfügt. und ich schreibe die berichte nicht speziell für die öffentlichkeit, sondern für jederman, weil ich es leid bin 20 leute zu erzählen wie es war.

Kokanee
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Re: Reisebericht Rumänien 2012

Ungelesener Beitrag von Kokanee » Mi 9. Jan 2013, 23:05

na, aber wenn man es dann postet, doch wohl, damit es gelesen wird. In der Bleiwüste bleibe ich bei fehlenden Punkten und diversen Fehlern hängen - das motiviert noch weniger, evtl. selbst rauszukopieren und sich selbst zu gestalten - so wichtig ist es nun nicht. Der Poster allerdings müsste nur ab und an eine Taste drücken. Er kennt sich ja auch in seinem Text aus. :krazt:

milestone als gast

Re: Reisebericht Rumänien 2012

Ungelesener Beitrag von milestone als gast » Do 10. Jan 2013, 00:49

sobald ich pdfs hier hochladen kann, gibts den bericht auch formatiert, bilder gibts auf direkte PN anfrage, da (bereits in anderen foren geschehen) bilder aus dem zusammenhang gerissen werden, leuten ein strick draus gedreht wird oder die bilder urheberrechtlich relevant anders verwendet werden. anscheinend war es einigen nutzern möglich den bericht zu lesen. also kanns an der lesefähigkeit nicht liegen. optik ist bekanntlich subjektiv zu betrachten.

milestone als gast

Re: Reisebericht Rumänien 2012

Ungelesener Beitrag von milestone als gast » Do 10. Jan 2013, 00:53

aber est ist doch schonmal schön, dass nur an der form genörgelt wird, nicht aber am inhalt. und der ist doch das relevante. ;-)

ungebetener Gast

Re: Reisebericht Rumänien 2012

Ungelesener Beitrag von ungebetener Gast » Do 10. Jan 2013, 10:14

milestone als gast hat geschrieben:...da (bereits in anderen foren geschehen) bilder aus dem zusammenhang gerissen werden...
*hehe* nicht nur in anderen Foren ;-)

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