Erzählungen vom Elbsandsteingebirge

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Sternenstaub
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Erzählungen vom Elbsandsteingebirge

Ungelesener Beitrag von Sternenstaub » Mi 8. Apr 2015, 22:57

Wieder einmal geht es für einige Zeit nach Sachsen. Nein, auch Pegida kann mich nicht aufhalten und all die Vorurteile, die so gern bemüht werden, wenn ich erzähle, dass es mich mal wieder in den Südosten der Republik zieht.

Es ist nicht nur die schöne Landschaft, die mich dorthin zieht, nein, mir liegen auch die Leute und schließlich gibt es überall Deppen.

Leider wird es kein wirklicher Wanderurlaub, aber eigentlich ist das gar nicht so schlimm, alles hat Vor- und Nachteile.

Am 07.03. besteige ich den Bus, wie meist reise ich recht minimalistisch, eine kleine Reisetasche (eigentlich eine Sporttasche) reicht mir vollkommen. Ich habe mich wieder bei Moni eingemietet, drei Wochen lang werde ich tun, was ich möchte und den lieben Gott einen guten Mann sein lassen. Jedenfalls ist das die Planung, mal schauen, ob mir das gelingt.

Am Bahnhof in DD warte ich auf meine S-Bahn und zum ersten Mal kommt wirkliche Freude nach all der Plackerei vorher in mir auf.
Bald bin ich da!

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Ich mag den Dresdner Bahnhof (vielleicht, weil er ins Elbi führt?)

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Gegen 13.nochwas erreicht meine S-Bahn den Krippener Bahnhof und ich stiefele los, um zur Fewo zu gelangen.

Es ist abgemacht, dass meine Schwester M. und ihr Mann irgendwann im Laufe des Abends ebenfalls eintrudeln, sie bleiben dann bis zum Donnerstag, um anschließend im fliegenden Wechsel mit meinem Sohn nach Berlin zu eilen, um unsere betagte Katze zu sitten und ihm in den Semesterferien einige Tage Urlaub zu ermöglichen. Irgendwann wird dann auch noch ein Freund für ein paar Tage eintrudeln und ich dann noch einige Zeit für mich allein haben. so sehr ich mich auf die einzelnen Leute freue, ich freue mich durchaus auch darüber, mal ganz alleine zu sein.

Nun, habe ich im Vorfeld schon einiges erzählt, jetzt soll es aber mal zur Sache gehen. ;)

Ich beziehe mein Quartier (ich freue mich sehr, Moni wieder zu sehen) und gehe danach durch den Ort zur Elbe, ich muss unbedingt wieder an meinem Lieblingsfluss stehen.

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Die ersten Frühlingsblüher sind in den Gärten zu sehen, ich liebes dieses Frühlingserwachen.

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Die Krippener Kirche, dort nahebei ist ein Haus, in welchem öfters mal Wohnungen angeboten werden. Vielleicht?

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und JAAA - die Sonnenuhren, ich finde sie immer wieder schön und das wird in diesem urlaub mein Motto sein.

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an meiner Elbe mit Blick auf die Schrammsteine und Postelwitz - ich bin angekommen.

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Blick in Richtung Werft

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und zum fahrstuhl nach Ostrau

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Für meine Schwester, die immer behauptet, Hochwasser wären etwas vollkommen normales und keines der Hochwasser an der Elbe in den letzten Jahren wäre ein Jahrhundert-HW gewesen, fotografiere ich bewusst dieses Haus! Vielleicht überzeugen Fotos mehr als Worte?

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Dieses Schwein hat eine besondere Geschichte. Die Fleischerei kann ich sehr empfehlen, die dort hergestellte Brunnenwurst ist echt lecker (obwohl ich so gut wie kein Fleisch esse), aber der Eiersalat ist göttlich!

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Dieser Stein hat es mir besonders angetan, woran erinnert er euch?

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Alte Häuser hats hier, ich mag Orte/Häuser, die von Alters her bestehen.

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Vor der Flut von 2013 schmückte dieses Haus eine wundervolle Bemalung im Sinne vom Dornröschen-Märchen, ich muss mal schauen, ob ich da noch ein altes Foto habe.

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Die Leuts hier sind schon kreativ. ;)

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Ich schlender an der Kirche vorbei, um wieder zur Fewo zu gelangen, recht bald müssten meine Gäste eintrudeln.

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rechts ist mein Häuschen

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Wenige Zeit später kommen Schwester&Schwager und bei leckerem Lachsauflauf, den ich zum Glück nicht zubereiten muss ;) und einem oder zwei Glas Wein (oder waren es doch drei?) vergeht der Abend.

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Für den nächsten Tag habe ich Autoverbot erteilt, wie ich die beiden kenne, wäre sonst eine längere Autofahrt ein Muss gewesen und so kann man sich meiner Meinung nach einfach nicht an eine Gegend annähern.
Außerdem habe ich wie immer bei längeren Aufenthalten zwei Monatsfahrkarten gekauft, das lohnt sich schon ab 2 Wochen Urlaub, weil da auch Sonderverkehrsmittel wie der Ostrauer Aufzug und die Kirnitzschtalbahn inbegriffen sind. Die Fähre, S-Bahn und Regionalverkehr eh. Und am We kann man bei etlichen Sachen auch zusätzliche Personen kostenfrei mitnehmen. Also geht es mit der Fähre hinüber nach Bad Schandau. Der Schiffer stutzt und erkennt mich: Sie waren aber schon öfters da. Ist vielleicht albern, aber ich freue mich, weil ich ihn natürlich auch erkenne. So die 3-4 Schiffsführer, die oft diese Route bedienen, die kennt man natürlich, wenn man öfters die Fähre nutzt, Und ich liebe das Fährefahren, das ist wie ein Extraurlaub für mich. Und ich würde im Leben nicht in die Kabine gehen, draußen auf dem Deck fühle ich mich viel wohler.

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In SChandau angekommen, gehen wir zum Haltepunkt der Kirnitzschtalbahn und fahren bis zum Endpunkt, Kurzer Fotoaufenthalt dort und dann geht es zurück. Als nächstes fahren wir mit dem Aufzug hoch, der Ausblick dort ist immer wieder schön.

Mein Schwager fotografiert eifrig, beinahe hätte ich gesagt: siehste, das bekommst du in eurer blöden Blechkarre sonst nicht mit, aber ich kann mich ja beherrschen. :cool:

Blick auf Schandau und zum Lilienstein

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Blick Richtung Krippen

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Oben kann man ein wenig herum gehen, aber nach Ostrau hoch zu gehen verbietet sich, weil meine Schwester nach einem schweren Beinbruch mit mehreren Operationen zwar einigermaßen gut wieder gehen kann, aber Steigungen,das geht leider gar nicht. Das muss ich natürlich bei all dem bedenken, wenn ich mit ihnen unterwegs bin. Da ist man echt froh, wenn man zwei gesunde Füße hat!

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Mein Schwager geht nun zu einem Museum, welches er am Kurpark entderckt hat, M und ich nehmen lieber den Weg an der Elbe zum Ortsteil Postelwitz, wo ich ihr die Umgebindehäuser zeige und erkläre.

Mit der Fähre geht es zurück und auch heute werde ich wieder bekocht. ;

- falls euch das zu Foto-lastig wird, meldet euch. :cool:
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Erny
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Re: Erzähungen vom Elbsandsteingebirge

Ungelesener Beitrag von Erny » Do 9. Apr 2015, 18:59

Schön, mal wieder ein Bericht mit tollen Fotos. Weiter so.

Der Bahnhof erinnert, beim ersten schnellen Blick, an den Lübecker.

Antwort: Ein Walross?


Und nein - es ist nicht fotolastig !!!! Weiter so.

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Sternenstaub
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Re: Erzähungen vom Elbsandsteingebirge

Ungelesener Beitrag von Sternenstaub » Fr 10. Apr 2015, 09:10

hallo Erny, freu mich, wenn du dich freust. ;)

ja, nachdem ich erstmal meine Faulheit überwunden hatte, hat mir das Schreiben wieder Spaß gemacht. Teil 2 ist halb fertig, vermutlich heute Abend geht es weiter.

ja, genau ein ebensolches Wassertier. ;)
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Re: Erzähungen vom Elbsandsteingebirge

Ungelesener Beitrag von Sternenstaub » Fr 10. Apr 2015, 22:26

Der jetzige Tag - Montag - wird ein Autotag werden, das ist mir bewusst, also versuche ich, eine einigermaßen auch für mich angenehme Tour über die Dörfer zu planen, wo man sonst nicht so schnell hinkommt.
Ich beschließe, M und W nach Hinterhermsdorf zu lotsen, ein Dorf am Ende des Kirnitzschtales, zumindest auf deutscher Seite. Die Kirnitzsch selber entspringt in Tschechien. Ich war dort noch nicht, habe aber schon viel Interessantes über den Ort gehört/gelesen.

Da wir nach dem Frühstücken erst einkaufen fahren, machen wir uns erst gegen 11.30 auf den Weg. Die Fahrt durchs Kirnitzschtal selber führt erst auf der Strecke der Ktbahn entlang und dann an verschiedenen Mühlern vorbei, die wir aber leider nicht besichtigen. Als wir nahe des Gemeindehauses (dort sind Touristinfo und die Dorfverwaltung) parken, fällt uns als erstes die wahrhaft himmlische Stille auf.

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Langsam machen wir eine Runde durch den Ort und schauen uns einige der vielen Umgebindehäuser an. M ist begeistert von der Stille hier und schlägt halb ernsthaft vor, ich könnte doch hierhin ziehen. Na, daraus wird nix, die Stille ist fein, aber ich denke im Sommer sind die zahlreichen Fewos und Hotels sicherlich gut von Menschen bevölkert, das hier ist ja eine bekannte Wanderregion und für Familienurlaub geradezu prädestiniert. Außerdem würde mir hier die Elbe fehlen.

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Wir gehen zu der über dem Ort thronenden Engelkirche, auf dem Weg finde ich dieses Schneeherz oder ist es ein weißes Huhn?

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Leider ist die Kirche geschlossen. Während M + W direkt zur Treppe vom Hügel in den Ort gehen , schaue ich mir in Ruhe den kleinen Friedhof an. Die Sonne strahlt vom Himmel und ich kann mich nicht dem Zauber der kleinen Anlage entziehen.

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ich habe noch nie so eine seltsame Baumsäule gesehen, wirklich faszinierend!

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Aber die leuchtenden Krokusse erfreuen mich noch mehr.

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Blick vom Friedhof auf den Ort

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und zurück zur Engelkirche

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Wir schlendern zum Auto zurück, mir jucken zwar die Füße und ich würd zu gern von hier aus durch den Nationalpark zum Großen Winterberg und weiter nach Schmilka wandern, aber das ist im Moment nicht drin.

Wir fahren durch eine schöne Landschaft nach Sebnitz, was uns aber aufgrund des Verkehrs und des riesigen steinernen Marktplatz so gar nicht gefällt und machen dort nur eine kurze Rast, um dann in Richtung Hohnstein zu fahren.

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Wir parken in Hohnstein auf dem Markt, wobei es mich amüsiert, dass mein Schwager Angst um sein Auto hat, weil es dermaßen schief steht. Wer Hohnstein kennt, weiß, was ich meine. ;)
Wir gehen zur Burg.

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Hohnstein hat eine wechselvolle Geschichte und dies ist eine besonders hässliche Epoche.

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Die Burg liegt hoch auf den Felsen, es gibt einige dem Fels abgetrotzte Gartenterrassen. Leider können wir hier nicht entlang gehen, weil das für M zu mühsam wäre.

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Dadurch entgehen uns einige besonders schöne Aussichten und ich überlege, wie ich das hinbekommen kann, damit sie manche besonders reizvolle Sichten auch sehen kann. Aber davon später mehr.

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Blick auf die Hohnsteiner Kirche

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der Burghgof

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faszinierend!

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Nun wird es ein wenig hektisch, weil M dorthin und W in die Richtung fahren will, Ziel ist Bad Schandau, bis ich endlich Gehör finde: liebe Leutz, ich kenn mich ein bisserl hier aus, ja? Wir fahren jetzt da und dann dorthin und dann kommen wir nach Porschdorf.
Hm, ich setze mich dann durch (innerlich leicht grinsend) und oh Wunder über Wunder erreichen wir Porschdorf. Schwager und Schwester essen gern Fisch und meine Idee ist, dort bei der Räucherei frisch geräucherten Fisch fürs Abendbrot zu erstehen. Die beiden sind begeistert und ich kann nicht widerstehen und kaufe mir ein Brötchen mit Hering, um es sofort zu verspeisen. Köstlich!

Und nun? fragen sie. Also - jetzt fahren wir zu einem Aussichtsturm. Da soll es sogar einen Aufzug geben. Der Turm steht in Rathmannsdorf, aber nicht im unteren Teil sondern oben auf der Höh. Über einige Sträßchen kurven wir dort hin. Und da liegt er dann, als ob er auf ein paar dumme Touris gewartet hätte.

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Man werfe einen Euro in einen Schlitz, gehe durchs Drehkreuz und .... ähem, der Aufzug ist zugesperrt. M hat der Ehrgeiz gepackt, langsam klettert sie die Stufen nach oben und die Aussicht entschädigt wirklich!

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ich erkläre die verschiedenen Berge und Steine: man sieht hier den Winterberg, den Rosenberg, Kaiserkrone und Zirkelstein.... und da rechts den großen Zschirnstein.

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dieses Foto mag ich besonders - Blick am späten Nachmittag

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Das ist wohl selbsterklärend ;)

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Wir verlassen den Turm, ich freue mich, dass ihnen diese kleine Nuance gefallen hat und schauen zurück.

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Als wir im Auto sitzen, äußern beide den Wunsch noch etwas zu sehen, hm. Ok, nochmal kurz nach Reinhardsdorf, da können wir mal schauen, wann das Pfarrbüro geöffnet hat, da wir noch einmal die Bauernkirche besichtigen möchten und dort der Schlüssel erhältlich ist.

Also rüber auf die andere Elbseite und hoch nach Rdorf, wir parken hinten am Friedhof und gehen quer zum anderen Eingang, weil dort die Öffnungszeiten stehen.

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Und daheim die übliche Routine, Abendessen, wir trinken Wein und ich erkläre, dass ich am nächstern Tag nicht mit zur Ausstellung nach Dippoldiswalde fahren werde. Ich MUSS mich bewegen, wandern. Noch ein Tag Auto - das geht gar nicht.
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Re: Erzähungen vom Elbsandsteingebirge

Ungelesener Beitrag von Erny » Sa 11. Apr 2015, 17:04

Eine tolle Gegend. Aber wohl wirklich nur in der absoluten Nebensaison genießbar.

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Sternenstaub
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Re: Erzähungen vom Elbsandsteingebirge

Ungelesener Beitrag von Sternenstaub » Mo 13. Apr 2015, 22:39

das würde ich nicht einmal so sagen, Erny. Das Gebiet ist ja recht groß und wenn man sich ein wenig Mühe gibt, findet man auch außerhalb der Nebensaison relativ einsame Wege. Zum Glück sind die meisten Menschen Herdentiere und tummeln sich zum doch großen Teil auf den angesagten Wegen.

aber weiter:

Der Dienstag soll also im Zeichen des Wanderns stehen und ich möchte gern einen neuen Stein zu den bisher erwanderten hinzufügen.
Ich habe von einem Panoramaweg gelesen, der von Obervogelgesang nach Königstein führt. Man kann zwar auch von Stadt Wehlen und Rathen los gehen, aber Obervogelgesang kenne ich noch nicht (außer von der Durchfahrt mit der S-Bahn) und der Name hört sich hübsch an. Also beschließe ich dort zu starten.
Beim Frühstück fragen die Beiden nach meinem Plan für heute und als ich erzähle, dass ich mit der S-Bahn nach Obervogelgesang fahren möchte, schlagen sie vor, mich dorthin zu bringen. Ich zögere erst etwas, aber ok, dann können sie sich vielleicht noch Stadt Wehlen anschauen. Vor allem weil sie nach Pirna weiter wollen, um dort die Bank heim zu suchen und das ist ja eine Station hinter OVG.
Wir fahren also los - über Thürmsdorf, was sie schon von einem kurzen Besuch vor Jahren schon kennen und halten uns dann in Richtung Stadt Wehlen. Leider haben sie keine vernünftige Autokarte dabei, deswegen entgeht mir, dass man von Wehlen nicht direkt nach OVG mit dem Auto fahren kann. da ich seit längerem kein Auto mehr habe, hab ich da einfach nicht dran gedacht. Mein Schwager fotografiert 2-3 Fotos auf die Schnelle, dann müssen wir wieder ein Stück weit zurück fahren. Mir erscheint es langsam, als ob diese Autofahrt anstrengender wird als die geplante Wanderung. :cool:
Um 12.30 erreichen wir einen Pakrplatz an der Elbe, nahe beim Bahnhof OVG. Ich schnappe meinen Rucksack und winke hinter ihnen her, hoffentlich verfransen sie sich nicht im Gewirr der kleinen Sträßchen.
Endlich los!!

OVG hinterlässt keine bleibenden Eindrücke und ich suche schnell das Weite ;)

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Zur ausgeschilderten Königsnase will ich, das soll ein netter Aussichtspunkt sein.

Auf der anderen Seite der Bahngeleise sind einige Grundstücke, ein bisserl das Hügelchen hoch und ich verlasse die Siedlung.

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Einige Stufen hoch

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und ich komme zum Aussichtspunkt, der offensichtlich schon bessere Zeiten erlebt hat.

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Blick von der Königsnase auf die Elbe

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Der Weg ist gut zu gehen, gerade das richtige für den Anfang. ;)

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Es gibt eine Menge schöner und interessanter Dinge anzuschauen und ich genieße es, einfach mal vor mich hin zu gehen und nur meine Kamera als Gesellschaft zu haben. ;)

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Im Hintergrund sieht man immer mal wieder die Elbe schimmern

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Der Weg ist wirklich recht einfach und verfügt über keine nennenswerten Steigungen.

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Blick aufs rechte Elbufer, nahe Wehlen

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Die Sonne scheint immer kräftiger, ich habe mir inzwischen die Jacke ausgezogen und umgehängt, ich bekomme tatsächlich Farbe an diesem Tag.

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Elbschleifen

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Immer wieder sind interessante Bäume und Felsen zu sehen, ein richtiger Wohlfühlspaziergang ist das.

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Hier quere ich ein Minibächlein und lausche dem Geräuisch des Wassers

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hach, diese Bank würde ich zu gern mitnehmen, aber vermutlich ist sie doch etwas schwer. Ich setze mich einige Minuten ruhig hin und genieße den Wald

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und die Aussicht

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Jetzt kann es nicht mehr weit nach Naundorf sein.

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Felsen und Bäume....

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Ich erreiche Naundorf und bleibe stehen, als mich ein Augenpaar anschaut.

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Ich komme in die Mitte des Ortes und mache kurz Rast am vermutlichen Feuerwehrteich

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und staune nicht schlecht, als ich dessen Bewohner erblicke.

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Die Fotos werden nicht besonders (halt kein Polfilter dabei), aber vielleicht könnt ihr euch trotzdem ein Bild machen.

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Ich setze mich auf die Bank und schaue aufs Wasser. Da parkt nahebei ein Auto, der ältere Fahrer kommt herüber, grüßt mich und fragt: wie geht es denn unseren Goldfischen? Na, die scheinen munter zu sein, antworte ich.
Er habe sich das mal anschauen wollen, im Amtsblatt hätte die Tage gestanden, dass es immer mehr würden, was natürlich blöd wäre. Auf meinen fragenden Blick erklärt er, dass der Feuerwehrteich (also hab ich recht gehabt) undicht sei und das Wasser abgepumpt werden müsse, damit er saniert werden könne. Das koste der Gemeinde recht viel Geld und man überlege sich, was man mit den Fischen machen solle. Offenbar habe ich jemand seine Goldfische hier ausgesetzt und es wären ja Massen inzwischen. Wenn man sie im Bach ablassen würden, wären vermutlich bald alle tot. das wäre ja eigentlich schade. Grübelnd steht er noch eine Weile da und wünscht mir noch eine gute Wanderung, bevor er davon düst.

Ich gehe nun am Teich entlang, das ist eh meine Richtung, weil ich zu den Bärensteinen möchte.

Das Becken ist wirklich von Unmengen von Fischen bevölkert.

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Ich achte nicht groß auf den Weg, schlage aber scheinbar automatisch die richtige Richtung ein.

Dieses Katzenvieh will definitov nicht fotografiert werden und dreht mir missmutig sein Hinterteil zu. Na, dann eben nicht, blödes Vieh, grummele ich.

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Die diversen Blümchen lassen sich aber brav ablichten, was ich ihnen auch geraten haben möchte.

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Ich erreiche das Ortsende und komme ins Gebiet der Bärensteine. Ich schwanke noch, ob ich zum Großen oder Kleinen Bärenstein wandern soll, entscheide mich aber dann für den Kleinen.

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Kurz hinter diesem Bärensteinblick

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erreiche ich einen Abzweig zum Kleinen Bärenstein und folge ihm in den Wald.

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hier gibt es sehenswerte Schichtungen und Formen

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und da ist endlich der Hinweis auf den Gipfel

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ein Notnagel? ;)

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ich komme immer höher, es ist nicht mehr weit bis nach ganz oben

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und noch eine kleine Eisenleiter und noch ein paar Stufen

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eine Bank für eine kleine Rast, ich gehe aber weiter

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kurzer Blick zurück

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leider ist fast nichts mehr zu entziffern

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und endlich oben!!!!

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Blick zum großen Bärenstein

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Ich verlasse den Gipfel und komme an einer Boofe vorbei.

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Die ist nun wirklich so bekannt, dass ein Foto davon nicht schadet ;)

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Ich folge dem Weg zu einer kleinen Straße hinunter, dort ist auch ein Wanderparkplatz und komme nach dem Queren der Straße in den Thürmsdorfer Schloßpark und von dort bald am Schloß und der Schokoladenmanufaktur aus.

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Ich schaue mir den Verkaufsladen der Manufaktur an

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das Innere des kleinen Cafés ist echt nett

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ich bestelle mir eine große Schokolade. Ich bin der einzige Gast und lasse mich draußen an einem der Tische nieder.
Zur Schokolade gibt es ein Stück Bruchschokolade und ein Schokotrüffel gratis dazu.

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Absolut köstlich, sicherlich eine der leckersten Schokoladen, die ich je getrunken habe.

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ich habe eine schöne Aussicht von meinem Tisch

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Es ist inzwischen kühl geworden und ich genieße jeden Schluck meines Getränkes.

Danach mache ich mich wieder auf den Weg und werfe noch einen letzten Blick zum Café

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und auch einen zum Schloß

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Blick von Thürmsdorf zur Festung Königstein

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Bald erreiche ich den Zugang zum Kanonenweg, der mich nach Königstein bringen wird.

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jetzt nochmal schnell über den Bach

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und ich erreiche den Weg an den Elbhäusern und gehe in Richtung Bahnhof Königstein. am Kreisverkehr vor dem Bahnhof ist die Bushalte und siehe da, es kommt gerade der Bus nach Schandau. Am Elbkai steige ich aus und suche noch kurz die Bibliothek auf und quäle das Internet.
Danach tuckere ich gemütlich mit der Fähre nach Krippen hinüber.

W + M sind inzwischen von ihrem Museumsbesuch in Dippoldiswalde zurück, sie sind recht begeistert von der Ausstellung und auf gehabte Art und Weise lassen wir den Tag ausklingen.
um eine Provokation als solche zu erkennen bedarf es auch eines gewissen Scharfblicks.(Sternenstaub)

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Re: Erzähungen vom Elbsandsteingebirge

Ungelesener Beitrag von Erny » Do 16. Apr 2015, 19:14

Danke - Sehr schön. Weiter so.

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Re: Erzähungen vom Elbsandsteingebirge

Ungelesener Beitrag von Sternenstaub » So 19. Apr 2015, 21:00

na, dann mal weiter ;)


Am nächsten Tag - dem Mittwoch - ist es ziemlich bedeckt. Für heute ist eine kleine Autotour geplant. Wir hatten ja letztens geschaut, wann das Pfarrbüro an der Reinhardsdorfer Kirche geöffnet hat, weil man dort den Schlüssel für die Kirche bekommen kann.
Ich weiß das, weil Moni früher dort gearbeitet hat und ich schon zweimal allein die Kirche besichtigen durfte.

Nach einem recht späten Frühstück fahren wir los und parken hinten am Friedhof.

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Ich gehe ins Pfarrbüro und bitte um den SChlüssel, die Sekratärin geht mit uns dorthin, erklärt einiges und bittet, später die Kirche wieder abzuschließen. Scheinbar sehen wir doch vertrauenswürdig ist, sonst lasse sie niemanden allein in der Kirche. Vermutlich wirke ich auch überzeugend, als ich erzähle, dass ich eine Freundin von Moni wäre und meinem Besuch die Kirche zeigen wolle. ;)

Wir lassen uns viel Ruhe&Zeit bei der Besichtigung, diese Kirche hat schon eine besondere Ausstrahlung.

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Auch Schwester und Schwager gefällt es hier sehr, es wird eine Menge fotografiert. ;)

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Ich liebe es besonders, mich hier ungestört umschauen zu können, das hat man ja sonst eher selten.

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Interessant finde ich die Kinds- oder Puppengroßen Engel, wer mag da wohl Modell gestanden haben?

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Die Lichtverhältnisse sind teils nicht so einfach, aber man bekommt hoffentlich wenigstens einen Eindruck dieser Kirche.

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Besonders gut gefallen mir auch die Glasbilder in den Türen

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Ich kann mich der besonderen Stimmung in dieser Kirche nie entziehen und wenn es nicht gar so kalt herinnen wäre, würde ich gern noch ein Weilchen länger hier sitzen, umher gehen und schauen.

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Wir geben den Schlüssel wieder ab und bedanken uns, dass wir so lange hier verweilen durften. Langsam gehen wir über den Friedhof zum Auto zurück.

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Da wir ja jetzt schon in Reinhardsdorf sind, beschließe ich, M + W noch ein wenig die Gegend zu zeigen, also weiter nach Schöna, vielleicht kommt man ja irgendwo noch an eine nette Aussicht. Nach einigem hin und her, ich versuche zu einem besimmten Rastplatz nahe dem Zirkelstein zu gelangen, lotse ich sie über einen Schotterweg (wo sie schon Angst um das gute Auto haben ;) ) bis zur Ferienanlage am Zirkelstein, von dort sind es nur wenige Schritte bis zu dieser Aussicht:

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Obwohl es recht diesig ist, gefällt mir die Sicht wieder sehr gut, blauer Himmel ist durchaus nicht immer spannend.

hier möchte ich in den nächsten Tagen ein wenig herum wandern, mal schauen, ob sich das ausgeht.

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ein richtiges Picknick wäre zwar schöner, aber eine Tasse Kaffee tut es auch.

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Blick zurück

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Wir überlegen, wo man denn noch hinfahren könnte, M schlägt vor, über Schandau nach Tschechien zu fahren, ok, das könnte man ja mal versuchen. Als wir dann nahe der Grenze in Schmilka kurz halten, überkommt mich irgendwie eine Art Platzangst. Ich kann jetzt nicht mehr länger im Auto sitzen. Ihr neues gebrauchtes Auto hat hinten getönte Scheiben, das verfälscht die Farben dermaßen, dass ich mir wie eingeschlossen vorkomme. Kurz entschlossen steige ich aus und bitte sie alleine weiter zu fahren, ich werde den Bus zurück nach Schandau und dann die Fähre nach Krippen nehmen. Sie sind zwar sehr verdutzt und es ist wirklich nicht böse gemeint von mir, aber ich hätte es keine Sekunde länger in diesem Auto ausgehalten. Zwanzig Minuten später kommt der Bus und ich bin einfach froh, nicht mehr mit dem Auto durch seltsame Düsterkeiten zu fahren. Ich kaufe für später etwas Kuchen und leckeres Brot bei meiner Lieblingsbäckerei und gehe zur Bibliothek, um mal wieder von mir hören bzw besser lesen zu lassen. Nach einer guten halben Stunde melden sich M + W, sie sind wieder in Schandau, ob sie mich mit zurück nehmen sollen. Da wir eh noch fürs Abendessen einkaufen müssen, sage ich ok. Ich würde zwar lieber mit meiner Fähre fahren, aber dann denke ich mir, dass es für sie vielleicht blöde aussah, dass ich einfach so das Auto verlassen habe. :cool:

Der Abend ist dann wieder sehr nett, wir unterhalten uns lange. Nach dem Abendbrot gibt es noch den gekauften Kuchen, 3 verschiedene Sorten Eierschecke. Obwohl alle sooo satt sind, wandern die klein geschnittenen Stücke trotzdem im Laufe des Abends in die diversen Mägen.
Morgen werden sie nach Berlin fahren und Douglas aus der Gegenrichtung mit dem Bus nach Dresden anreisen.
Da ich versprochen habe, dass ich zum Bus komme, fahre ich am nächsten Tag wenig später, nachdem M + W mit dem Auto los gefahren sind, mit der S-Bahn nach Dresden. Der Bus kommt pünktlich und wir gehen noch ein wenig einkaufen, die obligatorische Buchhandlung wird aufgesucht und in einem Bioladen eingekauft, der im Hauptbahnhof aufgemacht hat. Dann nehmen wir am späten Nachmittag die S-Bahn nach Krippen.

Der Freitag ist recht beschaulich, ein bisserl Fähre fahren, durch Schandau schlendern, beim Sanddornladen vorbei gehen oder besser hinein, einige Bücher aus der Flohmarktkiste in der Bibliothek kaufen, Internetten und Kuchen kaufen.

Aber morgen wird es anders! Dann wird gewandert. ;
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Re: Erzähungen vom Elbsandsteingebirge

Ungelesener Beitrag von Sternenstaub » So 19. Apr 2015, 23:14

Es ist Samstag und wir gehen wandern, der Schlendrian muss endlich ein Ende haben, tstst.

Douglas war ja noch nicht auf dem Papststein, deswegen beschließen wir von Krippen hinüber nach Königstein zu wandern, da kommt man fast automatisch am Papsstein und Gohrisch vorbei.

Von Krippen aus müssen wir ein wenig die Asphaltstraße nehmen, bevor wir dann auf den Weg zur Liethenmühle abbiegen. Diese Strecke sind wir bereits mehrmals gegangen. Erstaunlicherweise hat das Teichkrokodil offensichtlich den Winter nicht gut überstanden, dabei sollen doch Krokodilsteaks nicht besonders gut schmecken.

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Im Teich ist recht wenig Wasser, vielleicht liegt es ja daran und ein Wolf hat das arme Krokodil angeknabbert. ;)

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Wir erreichen recht bald Papstdorf, wo uns diese scheinbar leicht übergewichtige Schönheit hoheitsvoll missachtet.

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Wir gehen nicht durch den Ort sondern den Weg zu einem der beiden Aufstiege auf den Papststein.
Ich staune immer wieder über diese große Kirche für den doch recht kleinen Ort.

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Der Weg auf den Stein ist nicht schwierig, aber trotz des eher trüben Wetters recht voll, was uns nicht wirklich zusagt. Da macht sogar das Fotografieren wenig Spaß.

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Wir bleiben nur wenige Minuten oben, es wird immer voller, das hätte ich mir eigentlich denken können, schließlich ist Wochenende.

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Wir überlegen, zum Gohrisch hoch zu gehen, entscheiden uns aber dagegen, da es immer voller wird.

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Wir durchqueren einen Teil vom Ort Gohrisch, biegen dann auf einen Weg an einem kleinen Bach, der sehr schön und relativ einsam hinunter zur Straße zwischen Schandau und Königstein führt.

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Es ist immer dusterer geworden, mir gefällt das, es ist eine fast unwirkliche Stimmung.

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Wir kreuzen die Straße und folgen einem kleinen Sträßchen hinunter zur Elbe und gehen auf dem Elberadweg (da, wo ein neues Stück gebaut werden soll) bis zum Bahnhof

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Den Rest des Tages vertrödeln wir mit Lesen, Kochen, Gesprächen, Wäsche waschen und dieses Programm wird auch am darauf folgenden Sonntag eingehalten. Irgendwie tut es mal gut, einen vollkommen ruhigen Tag einzulegen.

Am Montagmorgen erledigen wir Einkäufe, X wird im Laufe des Tages eintreffen und die Vorräte müssen wieder aufgestockt werden. Mir liegt das Behagliche des Einkaufens hier sehr, alles piano, mit der Fähre rüber fahren, die Einkäufe erledigen, in der Bibliothek mit der Bibliothekarin plauschen, dann wieder mit der Fähre zurück, dabei einen kleinen Plausch mit dem Schiffer führen.

Nachmittag und Abend verlaufen sehr entspannt, wir überlegen, wo wir am nächsten Tag wandern gehen, dieses Mal soll es eine längere Tour werden.

Und so viel sei schon einmal verraten, es wird eine schöne Tour geben (die zweitlängste in diesem Urlaub) mit zwei neuen Steinen für mich.
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Re: Erzähungen vom Elbsandsteingebirge

Ungelesener Beitrag von Sternenstaub » Mo 20. Apr 2015, 23:02

Der Dienstag bricht an und nach einem gemütlichen Frühstück packen wir unsere Tagesrucksäcke (ok, meinen trägt mein Sohn, eine Kamera zu tragen, ist für eine alte Frau auch schon anstrengend genug. ;) ), schnüren die Wanderstiefel und los geht es. Wir bleiben hier auf unserer Elbseite, als ersten Wanderpunkt habe ich die Carola-Aussicht ausgesucht, hier hat man einen schönen Blick auf die Elbe und Bad Schandau.

Wir gehen also durch Krippen bis fast schon an die Elbe und dann über den Berghangweg zur Aussicht.

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Wir wandern weiter nach oben zur Hochfläche bei Reinhardsdorf, verpassen aber auf seltsame Weise die Kleine Bastei (dabei bin ich den Weg schon mehrmals gegangen, wie kann man da den Abzweig übersehen??), was aber auch kein großer Schaden ist, wir haben immer wieder feine Ausblicke aufs andere Elbufer.

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Wir umrunden fast die ganze Hochebene und gehen dann hinüber zum Burschenbüchel, um einen Schluck Wasser zu trinken und die Landkarte noch einmal zu betrachten.

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Mich begeistert immer wieder die schöne Aussicht, die man von hier hat. Der Wind pfeift einem zwar stets ordentlich um die Ohren, aber das mag ich sogar besonders.

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Wir kommen zu dem kleinen Sträßchen, das rechts hinter Friedhof/Kirche in Reinhardsdorf vorbei führt, wir biegen links ab, in Richtung Schöna und kommen bei diesem netten Gesellen vorbei. Oder ist es eine Gesellin? Ich hab da nicht so drauf geachtet. Immerhin hat er/sie/es von der Koppel einen feinen Blick auf den Zirkelstein.

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Durch Reinhardsdorf gelangen wir nach Schöna, ein recht hübscher Ort und angenehm ruhig.

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und dann freue ich mich total. Für manche sicherlich aus einem seltsamen Grund: ich sehe ein weißes Huhn. ich muss es natürlich zur Dokumentation sofort fotografieren.
Dazu muss ich kurz etwas ausholen. Meine Freundin Andrea hat in 2014 auf dem Hof im Waldviertel zum zweiten Mal Hühner über den Sommer gehabt. Und im letzten Jahr erstmals auch Küken und es war wirklich absolut klasse, ja sogar berührend mitzuerleben, wie die Hühnerschar sich dort wohl fühlte und das Schlüpfen und Aufwachsen der Küken mitzuerleben. Und eine Henne mit einem enormen Freiheitsdrang schaffte es immer wieder das vorsorglich eingezäunte Gehege zu verlassen (trotz gestutzter Flügel) und auf dem Hof herum zu wandern. Dieses Huhn (ihr ahnt es zu Recht) war ein weißes und ich habe es irgendwie ins Herz geschlossen. Freiheitsbestrebungen kann ich sehr gut verstehen, auch wenn immer zu befürchten war, dass es gewissenlosen ;) Raubtieren- und Vögeln zum Opfer fallen würde. Ihr versteht, das Schicksal des weißen Huhnes interessierte mich und ich hoffte, dass es trotz aller Eskapaden und hungrigen um den Hof Schleichern überleben würde. Es ist vielleicht seltsam, aber dieses weiße Huhn war mir, obwohl ich es nur aus besorgten Erzählungen kannte, enorm wichtig. Irgendwann im Sommer verschwand es dann vom Hof und ward nicht mehr gesichtet. Bitte lacht nicht, aber ich war schon recht traurig darüber. Natürlich erzählte ich auch anderen von diesem so speziellen Huhn, zu welchem ich eine solche Zuneigung gefasst hatte.
Als ich also auf einem Grundstück ein freilaufendes weißes Huhn entdecke, freue ich mich so, als ob es das meinige ähem, das von andrea wäre. Und sage erfreut zu meinen Begleitern: schaut, ein weißes Huhn und will gerade erzählen, wieso das etwas besonderes für mich ist, als uniso von beiden kommt: ja, ja - das Emanzenhuhn. das wissen wir doch!.
genau, pah, mein Emanzenhuhn! (und denke ganz leise: ihr Blödis!) und muss lachen.
Ich hätte ihm noch zehn Stunden zuschauen können, aber leider will meine Begleitung (ok, ich auch) weiter und deswegen reicht es nur für zwei Fotos.

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und sogar noch ein zweites Weißhuhn, wobei das linke dasjenige welches ist. ;)

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Während ich so über die Gefahren von Freiheitsbestrebungen nachdenke, speziell, wenn man ein recht wehrloses Hühnchen ist, erreichen wir die Mitte von Schöna und nach kurzem Palaver, was nun der richtige Weg zur Kaiserkrone (denn die soll es nach Mehrheitsbeschluss erstmal sein) ist, gelangen wir auf den richtigen Weg, auf jeden Fall kommen wir nach einiger Zeit wirklich an der Kaiserkrone an. ;)

Und beschließen nach oben zu steigen: juchuuu, ein neuer Stein für mich!

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Auf dem Weg

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und dann sind wir oben!

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Es gibt drei Aussichtsplattformen sprich Gipfel zu besteigen, aber wirklich für sicherlich jeden Wanderer machbar.

Blick auf den Zirkelstein

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und hinüber nach Tschechien

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Gegenrichtung
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Blick auf den dritten Gipfel, aus einem mir selber nicht nachvollziehbaren Grund erklimme ich ihn nicht sondern nur die zwei anderen.

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Ihr merkt, die Kaiserkrone hat es uns wirklich angetan.

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more to come
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Re: Erzähungen vom Elbsandsteingebirge

Ungelesener Beitrag von Sternenstaub » Mo 20. Apr 2015, 23:22

Gerade ist ein Dementi eingegangen bei mir mit der Bitte, das doch BITTE richtig zu stellen. Mein Sohn möchte klar gestellt wissen, dass nicht er von einem Emanzenhuhn gesprochen habe, das wäre eine Redeweise, die ja sowas von vorvorgestrig wäre. Typisch seine Mutter, das alles durcheinander zu bringen. Nur X habe das weiße Huhn so tituliert, sicherlich nicht böse gemeint, aber er nicht! Er habe nur bestätigt, dass er die Geschichte kenne. Es wäre doch mehr als klar/normal, dass ein weißes Huhn gern ohne all die Zäune, Schranken durchs Leben scharren wolle, seine Sympathie wäre ihm auch posthum sicher. Warum fällt mir da Morgenstern ein? :krazt:
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Gast

Re: Erzähungen vom Elbsandsteingebirge

Ungelesener Beitrag von Gast » Di 19. Mai 2015, 20:00

Sehr guter Bericht,
Ergänzung zum 13.4. (obervogelgesang) gefunden in Sandsteinpfade.de
http://sandsteinpfade.de/2015/05/17/mal ... #more-2641

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Re: Erzähungen vom Elbsandsteingebirge

Ungelesener Beitrag von Sternenstaub » Di 19. Mai 2015, 20:08

danke dir.

Also das mit dem Baum etc fand ich nicht wirklich schlimm, aber ich kann mir schon vorstellen, dass es für manche Wanderer nicht so toll ist. Eine Freundin hat kürzlich mit ihrem Mann die Wanderung gemacht und sie waren auch recht angetan, weil die Strecke schon schön ist.

Es geht auch bald hier weiter, der eine Tag ist ja noch nicht fertig und es fehlen noch einige Wanderungen, z.B. meine Wanderung von Neustadt bis zum und durchs Polental und dann weiter bis Porschdorf.
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Re: Erzähungen vom Elbsandsteingebirge

Ungelesener Beitrag von Sternenstaub » Do 4. Jun 2015, 10:48

hier geht es am übernächsten WE weiter. Es kann ja nicht sein, dass ich nach Wien fahre ohne dies hier vorher zu beenden tstst.
Momentan is der Stresspegel doch recht hoch. :konfuser:
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Re: Erzähungen vom Elbsandsteingebirge

Ungelesener Beitrag von Sternenstaub » Fr 31. Jul 2015, 10:54

das ist schon etwas länger her, dass ich das schrieb, aber tun wir doch einfach so, als ob ich das kommende WE gemeint hätte. ;)
Denn da geht es wirklich weiter, ist ja auch nicht mehr viel. Vor eventuell neuen Touren sollte ich schließlich die alten aufgearbeitet haben. :cool:
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